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Dow Jones: Rekordhoch, dann Absturz – Nasdaq trotzt dem Trend

Börsen im Widerspruch

Nach dem langen Feiertagswochenende zeigte sich die Wall Street am Montag zweigeteilt. Technologiewerte zogen kräftig an, während die Standardwerte unter Druck blieben.

Dow dreht ins Minus

Zum Handelsbeginn kletterte der Dow Jones Industrial kurz auf ein Rekordhoch von gut 52.052 Punkten, gab die anfänglichen Gewinne dann aber rasch wieder ab. Am Ende stand ein Minus von 0,3 Prozent auf 52.753 Punkte. Anders sah es bei den Tech-Indizes aus. Der Nasdaq 100 legte um 1,1 Prozent auf 29.671 Zähler zu, der marktbreite S&P 500 gewann 0,4 Prozent auf 7.512 Punkte.

Chipwerte im Fokus

Halbleitertitel gehörten zu den größten Gewinnern des Tages. Micron, Intel und AMD verbuchten Kursaufschläge zwischen drei und sieben Prozent. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die kommenden Tage, denn die südkoreanischen Speicherchip-Riesen Samsung und SK Hynix dürften den KI-Boom erneut unter Beweis stellen müssen. Samsung legt bereits am Dienstag Quartalszahlen vor. In einer Woche, die kaum wichtige Konjunkturdaten bereithält und in der die US-Berichtssaison noch nicht richtig Fahrt aufnimmt, kommt diesen Meldungen besonderes Gewicht zu.

Apple und Broadcom mit Deal

Apple-Aktien stiegen lediglich um 0,2 Prozent, blieben damit hinter der allgemeinen Tech-Stärke zurück. Für Auftrieb sorgte dagegen eine Meldung rund um Broadcom. Der Halbleiterkonzern wird künftig maßgeschneiderte Chips für Apple entwickeln und liefern, die in mehreren Produktgenerationen zum Einsatz kommen sollen. Die Broadcom-Aktie reagierte mit einem Plus von fast sechs Prozent.

Börsenausblick

Für Anleger bleibt die Chipbranche das entscheidende Thema dieser Woche. Die Zahlen von Samsung am Dienstag könnten den Sektor weiter antreiben oder bremsen. Bestätigt Samsung einen anhaltend starken KI-Nachfragesog, dürften Titel wie Micron, AMD und Intel weitere Kursgewinne einfahren. Der Deal zwischen Apple und Broadcom zeigt zudem, wie tief die Verflechtung zwischen den großen Tech-Konzernen und der Halbleiterindustrie inzwischen reicht, was die strukturelle Stärke beider Sektoren langfristig untermauert.

Quelle: dpa-AFX

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