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Iran: Gespräche mit USA laufen schleppend – droht Hormus-Eskalation?

Nuklearkonflikt spitzt sich zu
Redaktion | Wirtschaft

Die Gespräche zwischen Washington und Teheran hängen weiter in der Luft. Jared Kushner und US-Sondergesandter Steve Witkoff sind zwar zu Konsultationen in Doha eingetroffen, doch mit iranischen Vertretern treffen sie dort nicht zusammen. Nur Vermittler sitzen am Tisch.

Hormus bleibt der Knackpunkt

Dabei war die Straße von Hormus eigentlich Teil des Rahmenabkommens, das Washington und Teheran vor rund zwei Wochen vereinbart hatten. Der Iran sollte Handelsschiffen für 60 Tage gebührenfrei eine sichere Durchfahrt ermöglichen. Klingt klar, ist es aber nicht. Die Begriffe "Vorkehrungen" und "besten Kräften" blieben undefiniert, wie die Denkfabrik "The Soufan Center" festhält. Teheran besteht darauf, dass Schiffe nur auf von Iran festgelegten Routen passieren dürfen. Das sehen Experten anders.

Dazu kommt: Rund 100 Milliarden US$ an iranischen Vermögenswerten sind im Ausland eingefroren, bisher ohne einen einzigen Transfer. Auch das bleibt ungeklärt. Die Revolutionsgarden nutzen die Meerenge als Druckmittel in den Verhandlungen, sie demonstrieren damit Kontrolle und Handlungsfähigkeit. Iran hat auch Angriffe auf US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait geflogen, was laut dem US-Institut für Kriegsstudien (ISW) ein Signal an die Golfstaaten sein dürfte, den iranischen Machtanspruch nicht anzufechten.

Was das für Anleger bedeutet

Die Straße von Hormus ist keine Randnotiz. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Handels mit Öl, Gas und Dünger. Jede neue Eskalation treibt den Ölpreis nach oben und belastet Reedereien, Chemiekonzerne und energieintensive Industrien. Rohstoffaktien, allen voran Ölwerte, reagieren auf solche Meldungen oft mit schnellen Kursausschlägen. Solange keine finale Vereinbarung steht, bleibt das Risiko hoch. Für Anleger heißt das: Volatilität einplanen und Positionen in betroffenen Sektoren im Blick behalten.

Quelle: dpa-AFX

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