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Siemens-Energy-Aktie mit -23% – wird es jetzt kritisch?

Korrektur läuft
Die Siemens-Energy-Aktie hat seit ihrem Rekordhoch inzwischen rund -23% an Wert verloren und gerät damit zunehmend unter Druck. Allein gestern fiel der Kurs um weitere -6%, wodurch sich das Chartbild spürbar eingetrübt hat. Nach der außergewöhnlichen Rallye der vergangenen Jahre nehmen die Gewinnmitnahmen aktuell deutlich zu, während wichtige Unterstützungszonen zunehmend in den Fokus rücken. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zu Siemens Energy

Der Kurs der Siemens Energy-Aktie hat gestern -5,92% verloren und damit die letzte Unterstützung glatt durchschlagen. Die Rallye scheint vorerst gebrochen, wodurch sich die Frage stellt, wann die Industrieaktie einen lokalen Boden ausbauen könnte. Der nächste, potenziell relevante Unterstützungsbereich liegt zwischen 136,62 € und 140,82 €.

Siemens Energy, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Sollte der Siemens Energy-Aktie im besagten Bereich eine Trendwende gelingen, stünde einer erneuten Rallye nichts mehr im Wege und neue Allzeithochs sind möglich. Gelingt dies nicht, könnte sich der Abwärtsdruck sogar noch weiter beschleunigen.

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Siemens Energy Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 31 Punkten, nur leicht in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchstoßen, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Beim MACD sieht es ähnlich aus. Auch der MACD hat ein bärisches Cross vollzogen.

Siemens Energy, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell gemischt. Sowohl RSI, als auch MACD haben ein Verkaufssignal geliefert. Gleichzeitig steht der RSI auf Tagesbasis kurz vor der überverkauften Zone, was eine technische Gegenreaktion begünstigen könnte.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen-Analyse im Tageschart zeigt, dass sich der Kurs der Siemens Energy-Aktie nah an einem möglichen Top befindet. Es lässt sich eine fünfteilige Bewegung im Chart identifizieren, welche auf eine technische Gegenbewegung hindeutet. In der Substruktur ist jedoch noch ein neues lokales Hoch möglich.

Siemens Energy, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Seit Oktober 2023 ist der Aktienkurs von Siemens Energy um knapp +2.900% gestiegen. Gewinnmitnahmen sind daher nicht verwunderlich. In der blauen Alternativerwartung – siehe Chartbild, sind auch weitere deutliche Kursanstiege, mit Kursen von über 300 € im Rahmen des Möglichen.

ℹ️ Siemens Energy in Kürze

  • Siemens Energy (WKN: ENER6Y) ist ein weltweit tätiger Energietechnologiekonzern mit Sitz in München, der Lösungen für Stromerzeugung, Netzinfrastruktur und industrielle Energieanwendungen entwickelt.
  • Das Unternehmen entstand 2020 durch die Abspaltung vom Siemens-Konzern und konzentriert sich auf Gas- und Dampfturbinen, Stromnetze sowie Windenergie über die Beteiligung Siemens Gamesa.
  • Die Aktie ist im DAX notiert und zählt zu den zentralen Werten im europäischen Energiesektor.
  • Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt derzeit bei rund 126,18 Milliarden €.

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Fazit

Die Siemens-Energy-Aktie hat ihr Chartbild zuletzt deutlich eingetrübt. RSI und MACD haben auf Tagesbasis jeweils ein bärisches Crossover ausgebildet und sprechen kurzfristig für anhaltenden Verkaufsdruck. Gleichzeitig nähert sich der RSI bereits der überverkauften Zone, wodurch eine technische Gegenbewegung jederzeit möglich bleibt.

Auch die Elliott-Wellen deuten darauf hin, dass die vorherige Aufwärtsbewegung weit fortgeschritten war und sich die Aktie aktuell in einer größeren Korrekturphase befinden könnte. Nach dem Anstieg von rund +2.900% seit Oktober 2023 sind Gewinnmitnahmen aus technischer Sicht nicht ungewöhnlich. Entscheidend wird nun sein, ob die Unterstützungszone zwischen 136,62 € und 140,82 € verteidigt werden kann. Gelingt dort eine Stabilisierung, bleibt das langfristig bullische Szenario mit neuen Hochs grundsätzlich intakt.