SpaceX-IPO: Alles, was Du jetzt wissen musst
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
- Ticker: SPCX an der Nasdaq.
- Roadshow: läuft seit gestern, den 4. Juni.
- Preisfestsetzung: 11. Juni 2026.
- Börsenstart: 12. Juni 2026.
- Angestrebte Bewertung: 1,75 bis 2 Billionen US$ bei einem Ausgabepreis von 135 US$ je Aktie.
- Einzusammelndes Kapital: bis zu 75 Milliarden US$. Damit würde SpaceX den bisherigen Rekord-IPO von Saudi Aramco (2019: 29 Milliarden US$) um ein Vielfaches übertreffen.
Um genau solche News dreht sich unser kostenloser SD Insider Newsletter. Abonniere ihn, um stets auf dem Laufenden zu bleiben!
Wie komme ich als deutscher Anleger an die Aktie?
Da SPCX an der Nasdaq listet, ist der Zugang zum IPO-Preis für deutsche Anleger typischerweise nicht möglich – die 30% Retail-Tranche geht über US-Plattformen wie Robinhood und Fidelity. Ab dem 12. Juni ist SPCX jedoch eine reguläre Nasdaq-Aktie und das bedeutet, dass jeder Broker mit US-Aktien-Zugang dann den Kauf ermöglicht, genau wie bei Apple, Nvidia oder Amazon.
Was steckt eigentlich im Unternehmen?
SpaceX ist längst keine reine Raketengesellschaft mehr. Das S-1-Prospekt offenbart drei Geschäftsbereiche: Starlink als profitabler Anker, das Raketengeschäft, das mehr als die Hälfte aller weltweiten Raketenstarts abwickelt, sowie ein KI-Segment, das SpaceX nach der Fusion mit xAI als Infrastrukturanbieter für künstliche Intelligenz positioniert.
Der Gesamtumsatz 2025 lag bei 18,7 Milliarden US$, was einem Plus von rund 33% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter dem Strich steht jedoch ein Nettoverlust von knapp 5 Milliarden US$ sowie ein kumuliertes Defizit von 41,3 Milliarden US$ (sprich der gesamte Verlust seit der Gründung 2002). Das ist bei wachstumsorientierten Tech-Unternehmen nicht ungewöhnlich – auch Amazon war jahrelang defizitär. Es zeigt aber, wie kapitalintensiv das Raketengeschäft ist.
Starlink trägt – xAI verbrennt
Starlink ist das einzige durchgehend profitable Segment. Das globale Satelliten-Internetnetz hat rund 10 Millionen Abonnenten (und die Zahl hat sich innerhalb von zwölf Monaten verdoppelt), 11 Milliarden US$ Umsatz in 2025 und eine operative Marge von 39%. Die Marge ist bemerkenswert , denn klassische Telekommunikationskonzerne wie die Deutsche Telekom erreichen operative Margen von typischerweise 15 bis 20%, und das nach Jahrzehnten am Markt. Starlink ist gerade einmal 5 Jahre lang im Regelbetrieb. Ohne Starlink wäre SpaceX schlicht nicht börsenreif. Auf der Gegenseite steht die KI-Sparte. Das xAI-Segment verlor 2025 allein 6,36 Milliarden US$. Starlinks Gewinne subventionieren faktisch Musks KI-Ambitionen.
Die Risiken, die niemand gerne liest
Elon Musk hält 85,1% der Stimmrechte, was bedeutet, dass öffentliche Aktionäre faktisch keinen Einfluss auf strategische Entscheidungen haben. Der Prospekt nennt Starship ausdrücklich als Hauptrisiko Nummer eins: Verzögerungen bei der kommerziellen Inbetriebnahme der Rakete würden die gesamte Wachstumsstrategie gefährden und machen den Kurs noch volatiler, als er es sowieso schon durch seine IPO-Natur sein dürfte. Hinzu kommt eine Bewertung von über 90-mal den Jahresumsatz – eine Kennzahl, die selbst für Tech-Verhältnisse extrem ist.
Wenn Du die Märkte im Blick behalten möchtest, bist Du mit unseren kompakten und verlässlichen Updates immer einen Schritt voraus. Im SD Insider Newsletter berichten wir regelmäßig über relevante Nachrichten aus Wirtschaft, Börse und den einzelnen Unternehmen.
Fazit
Spannend finde ich, dasss Morgan Stanley für das Starlink-Segment bis 2030 einen Umsatz von rund 50 Milliarden US$ bei einer EBITDA-Marge von starken 50% prognostiziert. Sollte das eintreten, wäre Starlink allein eines der profitabelsten Technologieunternehmen der Welt – unabhängig von Raketen und KI. Das ist im Kern auch der Grund, warum SpaceX eine Bewertung von knapp 2 Billionen US$ überhaupt rechtfertigen kann.
Weiter Trends wie diesen, haben wir in unserem Report „3 Top-Picks 2026“ gelistet. Ein Blick darauf lohnt sich!