CSG-Aktie +11%: Kann man mit ihr sein Geld verdoppeln?
Starke Quartalszahlen
Hinter dem heutigen Kurssprung stecken die starken Quartalszahlen des tschechischen Rüstungsunternehmens. CSG steigerte im ersten Quartal seinen Umsatz um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 1,54 Milliarden €. Das EBIT kletterte um 8,7% auf 372 Millionen €.
Die wichtigste Sparte Defence Systems wuchs um satte 26% auf 1,25 Milliarden €. Absoluter Spitzenreiter war der Bereich Landsysteme (gepanzerte Fahrzeuge), dessen Umsatz sich auf 173 Millionen € mehr als verdoppelte. Auch das Geschäft mit Mittel- und Großkaliber-Munition legte um 22% auf über 1 Milliarde € zu.
Besonders gut kam an der Börse die hohe langfristige Sichtbarkeit der Umsätze an. CSG meldete, dass der Auftragsbestand auf einen Rekordwert von 17 Milliarden € angeschwollen ist. Da sich darüber hinaus Projekte im Wert von weiteren 27 Milliarden € in konkreten Verhandlungen befinden, ist die Pipeline prall gefüllt.
Die Waffenschmiede aus Tschechien profitiert massiv von der extrem hohen Nachfrage nach Artilleriemunition mit erhöhter Reichweite. Nur sehr wenige europäische Hersteller können diese technologisch anspruchsvolle Munition produzieren. Da sie deutlich margenstärker ist als Standardmunition, rechnet CSG damit, dass diese Spezialgeschosse im Jahr 2026 mehr als die Hälfte des gesamten Artillerieumsatzes ausmachen werden und die hohe operative Marge in einem Zielkorridor von 24 bis 25% sichert.
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Auftakt zur Erholungsrallye
Im Chart der CSG-Aktie deutet sich eine Trendwende an. Nach massiven Kursverlusten im März und April hat sich in den letzten Tagen bei 16 € ein Boden gebildet. Der heutige Kursgewinn könnte den Auftakt zu einer Erholungsrallye darstellen.
Megabullische Analysten
Analysten sehen gegenwärtig ein gewaltiges Upside in der CSG-Aktie. Das durchschnittliche Kursziel von 35 € liegt bei fast dem Doppelten des aktuellen Kurses.
Oberbulle ist derzeit die US-Großbank JPMorgan. Ihre Experten glauben sogar an einen Kursanstieg der CSG-Aktie auf 40 €. Nach Einschätzung von JPMorgan sind die Papiere von CSG aufgrund der starken Geschäftsentwicklung deutlich unterbewertet.
Nach dem vernichtenden Shortseller-Bericht von Hunterbrook Capital Anfang Mai habe ich Anlegern geraten, die Füße stillzuhalten, bis sich die Wogen wieder etwas geglättet haben. Das scheint inzwischen der Fall zu sein.
Der Kurs der CSG-Aktie hat im Nachgang des Hunterbrook-Berichts nicht mehr nachgegeben. Für mich deutet das daraufhin, dass nun eine Bodenbildung eingetreten ist.
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ℹ️ CSG in Kürze
- Die Czechoslovak Group (CSG) (WKN: A420X0) ist eine tschechische Industrie- und Rüstungsholding mit Sitz in Prag mit über 100 Tochtergesellschaften.
- Die CSG ist vor allem in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie in der Luftfahrt- und Eisenbahnbranche tätig.
- Kerngeschäftsfelder sind die Herstellung von gepanzerten Fahrzeugen, Artilleriesystemen, Raketenwerfern und Radarsystemen.
- Zudem ist die CSG einer der weltweit größten Hersteller von Munition.
- CSG notiert seit Januar 2026 an der Euronext-Börse in Amsterdam und ist ca. 19 Milliarden € wert.
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Fazit
Das weitere Downside der CSG-Aktie ist meiner Meinung nach begrenzt. Vielmehr dürften sich Anleger in den kommenden Monaten auf das Upside fokussieren. Besonders positiv zu werten ist die im Vergleich zu anderen Rüstungsunternehmen sehr hohe Profitabilität von CSG. Für langfristig orientierte Anleger haben wir inzwischen Kaufkursniveau erreicht. Mit einer raschen Verdoppelung des Kurses rechne ich zwar nicht, aber mittelfristig dürfte Geduld hier belohnt werden.