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Almonty-Aktie mit -12% – Crash oder gesunde Korrektur?

Abwärtsdruck steigt

Die Almonty-Aktie ist gestern um rund -11,71% eingebrochen und geriet damit nach der vorherigen Rallye deutlich unter Druck. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Monate setzen aktuell verstärkt Gewinnmitnahmen ein, wodurch sich das kurzfristige Chartbild spürbar eingetrübt hat. Besonders die hohe Dynamik der laufenden Korrektur sorgt derzeit für neue Unsicherheit im Trendverlauf. Nun richtet sich der Fokus auf die Frage, ob die Aktie wichtige Unterstützungen verteidigen kann oder sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigt.

Chartanalyse zur Almonty-Aktie

Nach dem Allzeithoch bei 24,41 US$ am 17. April 2026 geriet die Almonty-Aktie deutlich unter Druck und verlor zwischenzeitlich rund 23 Prozent an Wert. Momentan sieht es so aus, als wolle sich die Korrektur noch weiter ausweiten. Entscheidend wird sein, ob der Kurs der Rohstoffaktie auch weiterhin an der Unterkante des Trendkanals Support finden kann.

Almonty Industries, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Im Tageschart der Almonty-Aktie ist ein langfristiger, aufsteigender Trendkanal zu erkennen, der seit Anfang 2025 der Rohstoffaktie immer wieder als Unterstützung gedient hatte. Sollte dieser nach unten verlassen werden, würde sich das Chartbild deutlich verschlechtern. Sollte der Trendkanal gehalten werden können, stehen die Chancen auf weitere Allzeithoch gut für Almonty Industries.

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Almonty-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Tageschart der Almonty-Aktie ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 48 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf tendenziell fallende Kurse hindeutet. Beim MACD gilt Selbiges. Auch hier ist der Cross, oberhalb der Nulllinie zu vernehmen.

Almonty Industries, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Tageschart wirken aktuell pessimistisch. Sowohl der RSI, als auch der MACD haben auf Tagesbasis ein bärisches Crossover ausgebildet. Der RSI hat ebenfalls ein bärisches Crossover auf dem Wochenchart vollzogen, während der MACD kurz davor steht.

Elliott-Wellen

Die Elliott-Wellen im Wochenchart deuten darauf hin, dass sich der Almonty-Kurs am Beginn einer größeren A-B-C-Korrektur befinden könnte. Die vorherige Aufwärtsbewegung wirkt dreiteilig, was für einen möglichen Rücksetzer im Rahmen einer Welle 4 spricht. Gleichzeitig bleibt Raum für weitere Extensionen der Welle 3, wodurch auch ein neues Allzeithoch weiterhin möglich bleibt.

Almonty Industries, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Sollte der Almonty-Kurs die Welle-4-Korrektur bereits gestartet haben, liegt der prognostizierte Trendwendebereich für die Welle 4 zwischen dem 0,236er Fibonacci-Retracement bei 9,53 US$ und dem 0,5er Fibonacci-Retracement bei 3,35 US$. Dieser Trendwendebereich würde sich jedoch mit neuen Allzeithochs nach oben korrigieren.

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ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 5,54 Milliarden US$ bewertet.

Fazit

Die Almonty-Aktie hat ihr kurzfristig bullisches Momentum zuletzt deutlich verloren. RSI und MACD haben auf Tagesbasis bärische Signale ausgebildet und sprechen aktuell für eine anhaltende Schwächephase. Besonders der zunehmende Verkaufsdruck in Richtung der Unterkante des Trendkanals belastet das kurzfristige Chartbild.

Auch die Elliott-Wellen deuten derzeit eher auf eine größere Welle-4-Korrektur hin. Solange der langfristige Trendkanal verteidigt wird, bleiben neue Hochs zwar weiterhin möglich, allerdings steigt mit jedem weiteren Rücksetzer das Risiko einer tieferen Korrekturbewegung.