SUSS-Aktie: Geht die Party jetzt erst richtig los?
Die Aktie von SUSS MicroTec verzeichnete nach den Zahlen von Ende März zunächst einen deutlichen Kurseinbruch von bis zu -18%, hat sich seitdem aber wieder bis auf 62,10 € hochgekämpft. Wie ist die V-förmige Erholung zu erklären und wie kann es für den Chipausrüster nun weitergehen?
Nach Zahlen unter Druck
Nach dem Geschäftsbericht für 2025 hatten Anleger zunächst die Flucht ergriffen und ihre Anteile verkauft. Grund waren nicht etwa die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr, denn hier verzeichnete SUSS einen neuen Umsatzrekord in Höhe von 503 Millionen €, sondern vielmehr der enttäuschende Ausblick auf 2026.
Das Management kündigte ein „Übergangsjahr“ mit sinkenden Erlösen und einer fallenden EBIT-Marge an. Letztere soll von 13,1% auf 8 bis 10% zurückgehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kündigte das Unternehmen auch noch an, die Dividende drastisch von 0,30 auf 0,04 € pro Aktie zu kürzen.
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Analysten bleiben zuversichtlich
Doch die rasche V-förmige Erholung macht deutlich, dass die Anleger diese Performance-Schwäche eindeutig als vorübergehend einstufen. Auch vonseiten der Analysten erfährt dieses Narrativ große Unterstützung.
In dieser Woche hat die Deutsche Bank ihre Kaufempfehlung bekräftigt und das Kursziel von 62 auf 67 € hochgesetzt. Zwar rechnen die Analysten mit einem schwächeren Auftaktquartal, setzen aber auf einen massiven Auftragsschub im weiteren Jahresverlauf.
Bereits Ende März hatten sich Warburg Research und das Bankhaus Metzler sehr positiv zu den weiteren Aussichten von SUSS geäußert. Warburg schraubte das Kursziel von 65 auf 70 € hinauf, während Metzler sogar Aufwärtspotenzial bis auf 75 € sieht.
Die Analysten-Updates zeichnen das Bild eines „Übergangsjahres“, in dem die langfristigen Wachstumstreiber den kurzfristigen Margendruck überwiegen.
Aixtron und ASML geben der Branche Auftrieb
Denn grundsätzlich ist die Wachstumsstory absolut intakt, wie auch die Zahlen von Aixtron und ASML unterstreichen. Aixtron hat im Gegensatz zu SUSS seine Jahresziele angehoben und stützt sich dabei auf einen starken Auftragseingang im ersten Quartal.
Noch wichtiger für die Branche sind die Ergebnisse des Börsenschwergewichts ASML, der mit dem gemeldeten Umsatz für Q1 im Rahmen der Erwartungen lag und außerdem seine Jahresziele bestätigte. Auch das sorgt an der Börse für positive Stimmung.
Was bedeutet das für die Aktie?
Im Rahmen der V-förmigen Erholung hat die SUSS-Aktie am Mittwoch den Sprung auf ein neues 18-Monats-Hoch bei 63,75 € geschafft, was ein starkes Kaufsignal zur Folge hat. Damit ist der Weg geebnet für einen Weiteranstieg zum Rekordhoch aus dem Jahr 2024 bei 71,40 €.
Da die Aktie weiterhin mit einem deutlichen Bewertungsabschlag gegenüber Konkurrenten wie ASML oder auch Aixtron gehandelt wird, muss aber selbst auf dem Rekordniveau noch lange nicht Schluss sein.
Der Markt fokussiert sich zunehmend auf das Wachstumsjahr 2027 und das meiner Meinung nach auch völlig zu Recht. Das Potenzial von SUSS ist angesichts des anhaltenden KI-Booms weiterhin groß.
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ℹ️ SUSS in Kürze
- Die in Garching bei München ansässige SUSS (vormals Süss MicroTec SE) entwickelt Anlagen für die Herstellung von Mikroelektronik und -systemtechnik.
- Der Konzern liefert Systemlösungen für die Halbleitertechnik, die im Labor- und Produktionsbereich eingesetzt werden. Diese umfassen alle notwendigen Arbeitsschritte der Waferbearbeitung.
- Die Produkte werden in Deutschland und Taiwan entwickelt und gefertigt.
- SUSS ist Mitglied im deutschen Small Cap Index SDAX und an der Börse aktuell rund 1,15 Milliarden € wert.