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Taiwan Semiconductor-Aktie: Mehr als ein KI-Profiteur

Nächste Technologiewelle

Die Aktie des taiwanischen Halbleiterherstellers Taiwan Semiconductor Manufacturing Company hatten wir zuletzt schon als einen Geheimfavoriten im KI-Rennen besprochen. Trotz eines jüngsten Rücksetzers bleibt die Aktie angesichts der anstehenden Quartalszahlen und der anhaltend starken Nachfrage nach Hochleistungschips weiterhin ein zentraler Wert für langfristig orientierte Investoren.

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Die Papiere von Taiwan Semiconductor haben sich seit Herbst 2025 deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Während der breite US-Index SPDR S&P 500 ETF Trust im selben Zeitraum nachgab, konnte TSMC zweistellig zulegen. Die schwache Performance seit Ende Februar ändert wenig an der langfristig positiven Entwicklung.

Sollten geopolitische Spannungen oder politische Entscheidungen der US-Regierung unter Donald Trump erneut stärkere Marktschwankungen auslösen, könnte dies aus Investorensicht sogar zusätzliche Einstiegsgelegenheiten eröffnen.

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Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen

Für das kommende Quartal rechnen Analysten derzeit mit einem Gewinn je Aktie von rund 3,30 US-Dollar bei einem Umsatz von etwa 34,9 Milliarden Dollar. Das entspräche einem sequenziellen Wachstum von etwa fünf Prozent sowie einem kräftigen Anstieg von rund 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Trend steigender Nachfrage nach modernsten Fertigungstechnologien dürfte sich damit fortsetzen. Gleichzeitig würde das Unternehmen damit ein Jahr abschließen, in dem der Quartalsumsatz stabil oberhalb von 30 Milliarden Dollar liegt – ein Niveau, das zunehmend als neue operative Basis erscheint.

Die Unternehmensführung selbst zeigt sich sogar noch optimistischer. Für das Quartal stellte sie Erlöse zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden Dollar in Aussicht, mit einem Mittelwert von etwa 35,3 Milliarden Dollar. Gleichzeitig werden Bruttomargen zwischen 63 und 65 Prozent sowie operative Margen von 54 bis 56 Prozent erwartet.

Darüber hinaus hob das Management seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 an. In US-Dollar gerechnet soll der Umsatz um rund 30 Prozent wachsen, während die Investitionen in neue Produktionskapazitäten zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar erreichen könnten.

Hohe Wahrscheinlichkeit für erneute positive Überraschungen

Die Analystenschätzungen liegen damit leicht unter der eigenen Prognose des Unternehmens. In der Vergangenheit erwies sich das häufig als zu konservativ. In den vergangenen zehn Quartalen übertraf Taiwan Semiconductor Manufacturing Company sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn jedes Mal die Markterwartungen.

Vor diesem Hintergrund erscheint es durchaus möglich, dass die Nachfrage nach Chips für künstliche Intelligenz erneut für ein deutlich besseres Ergebnis sorgt. Die Produktionskapazitäten sind bereits für längere Zeiträume ausgelastet, was auf weiterhin starken Auftragseingang hindeutet.

Kursreaktionen auf Quartalszahlen meist moderat

Trotz dieser starken operativen Entwicklung reagierte die Aktie in der Vergangenheit meist relativ zurückhaltend auf Quartalsberichte. Größere Kurssprünge am Veröffentlichungstag waren eher selten.

In den meisten Fällen bewegte sich die Aktie nur wenige Prozent nach oben oder unten. Lediglich im jüngsten Quartal kam es zu einem stärkeren Tagesanstieg von etwa sieben Prozent.

Das deutet darauf hin, dass viele der positiven Erwartungen bereits im Kurs eingepreist sind.

Entscheidender Faktor bleibt die Nachfrage nach KI-Chips

Die aktuelle Dynamik der Halbleiterindustrie wird maßgeblich durch Anwendungen rund um künstliche Intelligenz geprägt. Unternehmen wie NVIDIA entwickeln zwar die Designs moderner Hochleistungsprozessoren, doch ohne die Fertigungskapazitäten von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company könnten diese Chips nicht produziert werden.

Investoren werden deshalb besonders genau verfolgen, wie sich die Nachfrage nach KI-Chips weiterentwickelt. Die aktuellen Produktionskapazitäten gelten bereits als weitgehend ausgelastet.

Es wäre daher nicht überraschend, wenn das Management berichten würde, dass auch ein Großteil der Kapazitäten für das Jahr 2027 bereits reserviert ist. Hinweise aus der Branche, unter anderem von Broadcom, deuten bereits auf erhebliche Engpässe hin.

Produktion der nächsten Chipgeneration langfristig ausgebucht

Einige Branchenberichte gehen sogar davon aus, dass die Kapazitäten für die kommende 2-Nanometer-Technologie bis weit in das Jahr 2028 hinein vergeben sein könnten. Offizielle Bestätigungen stehen allerdings noch aus.

Angesichts der aktuellen Nachfrage erscheint ein langfristiger Auftragsbestand jedoch plausibel. Auch andere Halbleiterhersteller, insbesondere im Speichersegment, arbeiten derzeit nahe an ihren Kapazitätsgrenzen.

Der Aufbau zusätzlicher Produktionslinien benötigt Jahre, wodurch Angebotsengpässe in der Branche länger bestehen bleiben können.

Strategische Anpassungen bei internationalen Produktionsstandorten

Parallel zur steigenden Nachfrage passt der Konzern seine Produktionsstrategie an. So sollen Fabriken in Japan künftig ebenfalls auf die Herstellung von Chips in der 3-Nanometer-Technologie vorbereitet werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Bisher konzentrierte sich die modernste Fertigung vor allem auf Standorte in Taiwan, da dort die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders effizient sind. Die Ausweitung der Produktion im Ausland deutet darauf hin, dass der Bedarf an fortschrittlichen Chips deutlich schneller wächst als erwartet.

Investitionswettlauf in der Halbleiterindustrie

Der Ausbau der Kapazitäten erfordert enorme Investitionen. Große Cloud- und Technologieunternehmen planen laut Branchenschätzungen in diesem Jahr zusammen Investitionen von mehreren hundert Milliarden Dollar in Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Um diese Nachfrage bedienen zu können, müssen Chipfertiger ihre Produktion massiv erweitern. Neben TSMC investiert auch Samsung Electronics aggressiv in neue Technologien und plant laut Berichten Ausgaben von rund 73 Milliarden Dollar, um im Wettbewerb um modernste Chipfertigung aufzuholen.

Für steigende Aktienkurse sind höhere Prognosen entscheidend

Angesichts der bereits hohen Erwartungen reicht es für viele Marktteilnehmer nicht mehr aus, die Prognosen nur knapp zu übertreffen. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen zusätzlich seine Jahresziele anhebt.

Ein starkes Ergebnis gepaart mit einer verbesserten Prognose könnte die Grundlage für weitere Kursgewinne schaffen.

Spielraum für mögliche Preiserhöhungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Preisgestaltung für moderne Fertigungsprozesse. Die Nachfrage nach fortschrittlichen Technologien im Bereich zwischen zwei und fünf Nanometern übersteigt aktuell das Angebot deutlich.

Während Unternehmen wie NVIDIA aufgrund ihres asset-armen Geschäftsmodells hohe Margen erzielen können, muss TSMC enorme Summen in Produktionsanlagen investieren. Höhere Preise für begrenzte Fertigungskapazitäten könnten daher ein wichtiger Hebel zur Verbesserung der Profitabilität sein.

Das Geschäftsmodell reicht weit über künstliche Intelligenz hinaus

Auch wenn der aktuelle Boom stark von KI-Anwendungen geprägt ist, bleibt das Geschäft von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company deutlich breiter aufgestellt.

Smartphones stellen weiterhin einen erheblichen Anteil am Umsatz dar. Einer der wichtigsten Kunden bleibt dabei Apple, dessen Nachfrage stark mit den Verkaufszahlen des iPhones verbunden ist.

Darüber hinaus umfasst das Segment Hochleistungsrechnen nicht nur KI-Anwendungen, sondern auch Bereiche wie 5G-Technologie. Zusätzlich ist das Unternehmen in Branchen wie Automobiltechnik und Industrieelektronik aktiv.

Neue Fabriken als Grundlage für zukünftige Technologiewellen

Die derzeit entstehenden Produktionsstätten werden zwar durch die Nachfrage nach KI-Chips ausgelastet, sind jedoch nicht ausschließlich für diesen Zweck konzipiert.

Es handelt sich vielmehr um hochmoderne Fertigungsplattformen, die künftig auch andere technologische Entwicklungen unterstützen können. Sollte eine neue Generation von Hochleistungscomputing entstehen, können diese Anlagen mit vergleichsweise geringem Aufwand angepasst werden.

Bewertung deutet auf langfristiges Potenzial hin

Basierend auf aktuellen Analystenschätzungen wird für die kommenden Jahre weiterhin starkes Umsatz- und Gewinnwachstum erwartet. Kurzfristig erscheint ein Umsatzwachstum von etwa 30 Prozent plausibel.

Langfristig dürfte sich das Wachstum zwar etwas normalisieren, dennoch bleibt die Profitabilität des Unternehmens auf hohem Niveau. Unter Annahme einer Kapitalkostenrate von rund 8,3 Prozent sowie eines langfristigen Wachstums von 2,5 Prozent ergibt sich in Bewertungsmodellen ein fairer Wert deutlich oberhalb des aktuellen Aktienkurses.

Marktunsicherheit belastet kurzfristig

In den vergangenen Wochen kam es an den Märkten zu spürbaren Gewinnmitnahmen bei Unternehmen aus dem KI-Sektor. Geopolitische Spannungen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Konflikt um den Iran, verstärkten diese Entwicklung zusätzlich.

Da KI-Aktien zu den stärksten Gewinnern der vergangenen Jahre zählen, werden sie in Phasen erhöhter Unsicherheit häufig zuerst verkauft.

Langfristige Perspektive bleibt intakt

Die fundamentalen Treiber der Branche haben sich jedoch kaum verändert. Große Technologieunternehmen investieren weiterhin enorme Summen in Rechenleistung und künstliche Intelligenz.

Vor diesem Hintergrund erscheint Taiwan Semiconductor Manufacturing Company weiterhin als einer der wichtigsten Infrastrukturwerte der digitalen Wirtschaft. Das Unternehmen liefert die technologische Grundlage für zahlreiche Innovationen und dürfte auch in zukünftigen Technologiewellen eine zentrale Rolle spielen.

Langfristig orientierte Investoren sehen die Aktie daher häufig als strategische Beteiligung an der globalen Halbleiterentwicklung.

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