Bayer-Aktie nach +170%-Rallye: Droht jetzt der Absturz?
Nachdem der Kurs der Bayer-Aktie in den vergangenen 12 Monaten um rund +170% gestiegen war, zeigte sich zuletzt eine zunehmende Schwäche im Chartbild. Nach der starken Rallye lässt die Dynamik spürbar nach. Erste Anzeichen einer Korrekturphase sind erkennbar. Wie es für den Preis der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.
Chartanalyse zur Bayer-Aktie
Die Bayer-Aktie konnte zuletzt deutlich zulegen. Vom lokalen Tief, welches sich Mitte April 2025 ausgebildet hatte, stieg der Kurs um rund +170% nach oben an. Nachdem der Kurs zuvor aus dem Trendkanal gefallen war, stabilisierte sich dieser im Unterstützungsbereich bei 20,47 €. Daraufhin folgte eine Rallye bis zur Oberkante des Trendkanals. Im Widerstandsbereich wurde der Kurs der Bayer-Aktie jedoch abgelehnt und fällt seither wieder dynamisch.

Bayer AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Auf der Oberseite stellt vor allem die grün markierte Widerstandszone im Bereich von etwa 47 € bis 50 € den entscheidenden Bereich dar. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone würde gleichzeitig einen Ausbruch über den Trendkanal bedeuten. Dies wäre ein besonders bullisches Zeichen.
Der kräftige Abverkauf von -30% innerhalb von nur 20 Tagen deutet hingegen klar auf anhaltenden Verkaufsdruck hin, der den Kurs der Bayer-Aktie auch in der kommenden Zeit weiter belasten dürfte.
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Bayer-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 54 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet. Weiterhin hat auch der MACD ein bärisches Crossover ausgebildet. Auch das Momentum im MACD ist derzeit ansteigend bärisch.

Bayer AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart senden derzeit klare Schwächesignale. Sowohl der RSI als auch der MACD haben ein bärisches Crossover ausgebildet, was auf einen anhaltenden Abwärtsdruck im mittel- bis langfristigen Chartbild hindeutet.
Elliott-Wellen
Im Rahmen einer Elliott-Wellen-Analyse lohnt sich der Blick in den Monatschart. Der Chart der Bayer-Aktie entwickelte ein Allzeithoch bei 144,12 € in einer korrektiven Struktur. Seitdem dominiert ein klarer Abwärtstrend, der sich impulsiv in fünf Wellen nach unten ausgebildet hat.
Das jüngste Tief im Bereich bei 18,41 € markiert dabei das Ende der Welle (i) einer neuen übergeordneten Abwärtsstruktur. Die anschließende dynamische Erholung deutet aktuell auf eine laufende Welle (ii) hin, die typischerweise als Gegenbewegung einen Teil der vorherigen Verluste korrigiert.

Bayer AG, Monatschart, Quelle: Tradingview.com
Der relevante Zielbereich dieser Welle (ii) liegt zwischen dem 0,5er- und dem 0,887er Fibonacci-Retracement bei 51,70 € bis 114,52 €. In diesem Bereich könnte die Erholung an Dynamik verlieren und in die nächste impulsive Abwärtsbewegung übergehen.
Sollte sich dieses Szenario bestätigen, wäre im Anschluss mit einer Welle (iii) zu rechnen, die erfahrungsgemäß die dynamischste Phase darstellt und den Kurs erneut deutlich unter die bisherigen Tiefs führen könnte.
Fazit zum aktuellen Bayer-Kurs
Die Bayer-Aktie zeigt nach der starken +170%-Rallye eine klare Abschwächung der Trenddynamik und ist in eine Korrekturphase übergegangen. RSI und MACD liefern im Wochenchart eindeutige bärische Signale mit zunehmendem Abwärtsmomentum. Besonders kritisch bleibt der jüngste Abverkauf von -30%, der den Verkaufsdruck deutlich bestätigt. Die Elliott-Wellen sprechen für eine laufende Gegenbewegung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends, wodurch das Risiko einer weiteren Abwärtswelle erhöht bleibt.
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ℹ️ Bayer AG in Kürze
- Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
- Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
- Bayer ist im deutschen Leitindex DAX und im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 gelistet. An der Börse wird der Konzern aktuell mit ca. 37 Milliarden € bewertet.