SAF-Holland-Aktie: Für wen ist sie interessant?
Die SAF-Holland-Aktie konnte das Hoch von Ende Februar mit rund 20 € nicht halten. Am Montag verliert sie -1,7% und steht bei 16,20 €. Insgesamt liegt der Kurs wieder auf dem Niveau von Januar 2025. Lohnt sich hier ein Einstieg?
Rückgänge erlitten
Die schwache Nachfrage machte sich bereits in den einzelnen Quartalszahlen bemerkbar. Somit waren die Geschäftszahlen vom 19. März keine Überraschung. Wie erwartet reduzierten sich Umsatz und Ertrag gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzernumsatz fiel von 1,88 auf 1,73 Milliarden €. Besonders schwach waren die Regionen Amerika und APAC. Erfreulich verlief das Geschäft mit Ersatzteilen. Der prozentuale Umsatzanteil erhöhte sich von 37,9 auf 39,7%.
Der rückläufige Umsatz hinterließ auch bei der Ertragslage seine Spuren. Das operative EBIT reduzierte sich von 190 auf 164 Millionen €. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 9,5% – ein Jahr zuvor lag sie bei 10,1%. Unterm Strich sank der Nettogewinn von 77,3 auf 50,9 Millionen €. Dass der Ertrag nicht noch stärker fiel, verdankte der Konzern seinem konsequenten Kostenmanagement.
Der Free Cashflow reduzierte sich ebenfalls von 146,5 auf 111,1 Millionen €. Insgesamt sind die Zahlen im Hinblick auf die angespannte Wirtschaftslage dennoch als solide zu bezeichnen.
Frank Lorenz-Dietz, Finanzvorstand der SAF-Holland, kommentierte die Zahlen so:
Trotz des herausfordernden Marktumfelds und der Zusatzbelastungen aus der US-Zollpolitik ist es uns gelungen, im Geschäftsjahr 2025 eine robuste operative Profitabilität zu erzielen.
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Schwierige Lage setzt sich fort
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nicht mit einer wesentlichen Verbesserung. Dementsprechend sind auch die Erwartungen.
Beim Umsatz wird mit einem Wert von 1,7 bis 1,8 Milliarden € gerechnet. Das Ersatzteilgeschäft könnte weiter wachsen. Bei der EBIT-Marge stehen 9 bis 10% auf dem Zettel. An Investitionen sind bis zu 3% des Umsatzes vorgesehen, 2025 waren es 3%.
Was bedeutet das für die Aktie?
Wirtschaftlich ist der stetige Anstieg seit Ende letzten Jahres auf bis zu 20 € nicht gerechtfertigt. Somit ist die Korrektur die logische Reaktion darauf.
Meiner Meinung nach ist das Potenzial der Aktie begrenzt. Es fehlen die positiven Impulse für weitere Kurssteigerungen. Die Dividende soll geringfügig auf 0,65 € sinken. Das entspricht immer noch einer guten Dividendenrendite von 4%.
Die Analysten sind zweigeteilt. Warburg Research mit ihrem Zielkurs von 23 € und die Berenberg Bank mit 26 € sehen deutlich mehr Potenzial. Die Deutsche Bank mit 17 € liegt bei meiner Einschätzung.
Mein Fazit: Die Aktie eignet sich momentan für renditebewusste Anleger.
Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.
ℹ️ SAF Holland in Kürze
- Die SAF-Holland SE ist ein international führender Hersteller von fahrwerksbezogenen Baugruppen und Komponenten für Trailer, Lkw und Busse. Die Produktpalette umfasst unter anderem Achs- und Federungssystemen für Trailer, Sattelkupplungen für Lkw und Kupplungssysteme für Lkw, Sattelauflieger und Anhänger sowie Brems- und EBS-Systeme.
- Neben dem Hauptsitz im bayerischen Bessenbach unterhält der Konzern auf allen Kontinenten Produktionsstandorte.
- Die Aktie ist im SDAX gelistet, der Börsenwert liegt bei 728 Millionen €.