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Dürr-Aktie: Ein Wert mit Potenzial?

Vorläufige Jahreszahlen

Die Dürr-Aktie erlitt gestern herbe Kursverluste von bis zu rund -11%, verantwortlich hierfür waren die Geschäftszahlen für 2025. Am Freitag verliert sie aktuell leicht und steht bei knapp 21 €. Damit ist der Kursanstieg seit November letzten Jahres wieder vollständig hinfällig geworden. Was ist hier zu erwarten?

Dürr
stock.adobe.com/Timon

Operativer Ertrag deutlich gesteigert

Die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation hinterließ auch bei Dürr ihre Spuren. Der Umsatz reduzierte sich um 2,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp 4,2 Milliarden €.

Die operative Ertragslage (EBIT) vor Sondereinflüssen verbesserte sich deutlich um 19% auf 232,4 Millionen €. Hier machte sich das Effizienzsteigerungsprogramm positiv bemerkbar. Das Nettoergebnis ist differenziert zu betrachten. Hohe Abschreibungen führten zu einem Verlust von 50 Millionen €. Aufgrund hoher Buchgewinne aus dem Verkauf des Umweltgeschäfts fiel jedoch ein Gewinn von 206,4 Millionen € an.

Beim Free Cashflow fiel mit 162 Millionen € ein Zehnjahresrekord an. Allerdings sind hierin Anzahlungen für Projekte in 2026 enthalten.

Insgesamt sind die Geschäftszahlen zufriedenstellen.

Dürr-Chef Jochen Weyrauch kommentierte sie so:

2025 war herausfordernd. Zollkonflikte und die weltpolitischen Spannungen hätten die Investitionsbereitschaft vieler Kunden gedämpft. Dass wir das Ergebnis trotzdem deutlich steigern konnten, unterstreicht die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.

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Aussichten verhalten

Für das laufende Geschäftsjahr gibt der Konzern sich vorsichtig. Zudem geht er davon aus, dass der Iran-Konflikt nur begrenzt ist. Sollte er eskalieren, könnte das zu größeren Verwerfungen führen. Die Prognose müsste dann angepasst werden.

Der Umsatz soll bei 3,9 bis 4,3 Milliarden € liegen. Bei der EBIT-Marge werden 5 bis 6,5% erwartet. Beim Auftragseingang steht ein Rückgang von 18% auf 3,9 Milliarden € auf dem Zettel.

Was bedeutet das für die Aktie?

Insgesamt macht die schwache Konjunktur Anlagenbauern zu schaffen. Die Prognose zeigt, dass das auch für das laufende Jahr so bleibt. Der gestrige Verlust verdeutlicht, dass die Anleger hier kaum Chancen sehen.

Ich halte das zukünftige Potenzial für begrenzt. Der Konzern befindet sich mitten in einer Transformation; dabei stehen die Kernfelder im Fokus. Zudem soll die Profitabilität weiter gesteigert werden. Ich gehe von einer Seitwärtsbewegung innerhalb einer Range von 20 € bis 25 € aus.

Was für die Aktie spricht, ist die gute Dividendenrendite von aktuell 3,5%. Ob die Dividende bei 0,70 € bleibt, wird sich bei Vorlage des Geschäftsberichtes am 26. März entscheiden.

Die Analysten sind sehr unterschiedlicher Meinungen: Bernstein Research sieht den fairen Wert bei 39 € und die UBS nur bei 22,50 €.

Mein Fazit: Trotz des Kursrückgangs sollten Anleger vorerst abwarten.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

ℹ️ Dürr in Kürze

  • Dürr (WKN: 556520) ist ein weltweit führender Anlagen- und Maschinenbaukonzern. Der Anlagenbauer fertigt für seine Kunden komplexe Fertigungsanlagen und übernimmt auch Serviceleistungen. Der Schwerpunkt des Geschäftes entfällt auf die Automobilbranche; die Tochter Homag baut Maschinen für die Holzindustrie.
  • Neben dem Hauptsitz in Bietigheim-Bissingen ist der Konzern mit 92 Standorten in 28 Ländern vertreten.
  • Das im SDAX gelistete Unternehmen wird mit 1,44 Milliarden €.
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