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Sanofi-Aktie: Schöne Dividende – doch auch Kurschancen!

Kurs am Jahresstief
Redaktion
Die Sanofi-Aktie handelt seit Jahren in einer für die Pharma-Branche recht engen Handelsspanne. Aktuell notiert der Titel mehr als 12% unter seinem Wert zum Jahresstart. Für Anleger ergibt sich damit neben der soliden Dividenden auch wieder die Chance auf deutliche Kurssteigerungen.

Starkes Quartal dank Dupixent und neuer Medikamente

Der französische Pharmariese erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dupixent blieb mit 5,15 Milliarden Euro Umsatz der wichtigste Wachstumstreiber und legte um 37,6 Prozent zu. Erstmals überschritt das Medikament damit die Marke von 5 Milliarden Euro Umsatz in einem Quartal.

Noch dynamischer entwickelten sich die neu eingeführten Medikamente. Sie steigerten ihren Umsatz um 48,3 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. Besonders Ayvakit, ALTUVIIIO und Sarclisa trugen zum Wachstum bei. Das Impfstoffgeschäft entwickelte sich dagegen schwächer und verzeichnete einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro.

Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 3,29 Milliarden Euro bei einer Marge von 28,4 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 2,5 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um 31,4 Prozent auf 2,09 Euro stieg. Gleichzeitig erhöhte Sanofi seine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 17 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro. Belastungen entstanden durch Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungskosten.

Höhere Prognose und breitere Umsatzbasis

Sanofi hat seine Jahresprognose angehoben und erwartet nun ein Umsatzwachstum von 10 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll etwas stärker wachsen als der Umsatz.

Auch die langfristigen Ziele für Dupixent wurden erhöht. Für 2030 strebt Sanofi nun rund 25 Milliarden Euro Umsatz mit dem Medikament an. Gleichzeitig sollen neue Pharmaeinführungen bis dahin rund 10 Milliarden Euro Umsatz erreichen. Damit könnte die Abhängigkeit von Dupixent langfristig sinken.

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Forschungsstrategie wird neu ausgerichtet

Die Forschungs- und Entwicklungspipeline wird von Sanofi inzwischen genauer unter die Lupe genommen. Mehrere Programme wurden gestoppt oder neu bewertet, darunter Amlitelimab, Itepekimab und Balinatunfib.

Die neue Strategie zielt darauf ab, Kapital aus Projekten mit geringeren risikobereinigten Renditeaussichten abzuziehen. Zudem wurden Übergänge von Phase 2 in Phase 3 vorerst ausgesetzt, bis der neue Forschungschef Paulo Fontoura seine Tätigkeit aufgenommen hat.

Fontoura verfügt über 15 Jahre Erfahrung in einer vergleichbaren Position bei Roche. Dort war er an der Entwicklung erfolgreicher Medikamente wie Ocrevus und Evrysdi beteiligt. Seine künftige Strategie für Sanofis Pipeline dürfte daher für die weitere Unternehmensentwicklung von erheblicher Bedeutung sein.

Partnerschaften erweitern Wachstumsoptionen

Der Konzern setzt neben eigener Forschung und Übernahmen zunehmend auf Partnerschaften und alternative Geschäftsmodelle. Die Zusammenarbeit mit Cheplapharm umfasst die Übertragung von 20 etablierten Medikamenten und drei Produktionsstandorten. Gleichzeitig behält Sanofi eine Beteiligung von 26,4 Prozent an Cheplapharm.

Damit kann das Unternehmen Ressourcen aus Produkten mit geringeren Wachstumsperspektiven freisetzen und dennoch am zukünftigen Wert dieser Vermögenswerte partizipieren. Auch die Zusammenarbeit mit Regeneron eröffnet zusätzliche Möglichkeiten bei Forschung, Entwicklung und Vermarktung.

Bewertung bleibt trotz Risiken moderat

Bei einem Ziel-KGV von 12 ergibt sich ein Kursziel von 97,80 Euro je Aktie beziehungsweise 56,40 US-Dollar je amerikanischem ADR. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht dies einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent.

Die größten Risiken liegen weiterhin in der hohen Abhängigkeit von Dupixent und einer möglicherweise schwächeren Entwicklung der neuen Medikamente. Hinzu kommen Unsicherheiten durch die Neuausrichtung der Forschungspipeline sowie mögliche Veränderungen unter dem neuen Forschungschef.

Weitere Risiken bestehen bei Übernahmen, Partnerschaften und Lizenzmodellen. Auch Preisdruck, Erstattungsfragen, zunehmender Wettbewerb, Produkthaftungsprozesse und Wechselkursschwankungen können die Geschäftsentwicklung belasten. 56 Prozent des Umsatzes im zweiten Quartal wurden in US-Dollar erzielt.

ℹ️ Sanofi in Kürze

  • Sanofi (WKN: 920657) mit Sitz in Paris ist einer der größten Pharmakonzerne der Welt.
  • Der Fokus des französischen Konzerns liegt auf Therapien in den Bereichen Stoffwechselstörungen, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, thrombotische Erkrankungen, Krebserkrankungen, Erkrankungen des Zentralnervensystems und Impfstoffe.
  • Sanofi entstand im Jahr 2004 durch die Fusion der Unternehmen Sanofi-Synthélabo und Aventis.
  • Sanofi ist Mitglied im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 und zählt mit einem Börsenwert von rund 88 Milliarden € zu den wertvollsten Pharmakonzernen der Welt.

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Redaktion

Fazit

Sanofi verbindet weiterhin starkes Wachstum von Dupixent mit einer zunehmend dynamischen Entwicklung neuer Medikamente. Die moderate Bewertung bietet dabei weiterhin Spielraum, während die Pipeline-Neuausrichtung und die weitere Diversifizierung entscheidend für die mittelfristige Entwicklung sein werden.

Anleger können derweil auf eine stabile Dividende in Höhe von aktuell gut 5,5 Prozent bauen. Unter dem Strich stellt das Pharma-Papier damit zu Kursen von derzeit 73 bis 74 € eine gute Depotbeimischung dar.

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