Rheinmetall-Aktie: Neue Chancen nach dem Rücksetzer
Neue Aufträge und Produktionsausbau sorgen für Fantasie
Bei Rheinmetall bleibt die Nachrichtenlage positiv. Erst in dieser Woche kündigte das Unternehmen an, die Pulverproduktion am Standort Aschau massiv auszubauen. Rund 350 Millionen € sollen investiert werden, um die Produktionskapazität für Artilleriemunition deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig entsteht im Raum München ein neues Kompetenzzentrum für Digitalisierung, Elektronik und Künstliche Intelligenz.
Zudem prüft Rheinmetall derzeit die Übernahme der Werft German Naval Yards Kiel. Eine Entscheidung soll nach Angaben von CEO Armin Papperger innerhalb der kommenden Wochen fallen. Mit einer möglichen Übernahme würde das Unternehmen seine Position im Marinegeschäft weiter ausbauen.
Operativ bleibt der Konzern ebenfalls auf Wachstumskurs. Rheinmetall hält an seiner Jahresprognose fest und rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 40 bis 45% sowie einer operativen Marge von rund 19%. Vor allem die hohe Nachfrage aus Europa und der anhaltend starke Auftragsbestand sorgen für Rückenwind.
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Rheinmetall-Aktie: Käufer melden sich zurück
Nach der Korrektur konnte sich die Rheinmetall-Aktie im Bereich von rund 900 € stabilisieren. Im Volumenprofil ist dort eine besonders hohe Handelsaktivität zu erkennen. Dadurch entwickelte sich diese Zone zu einer wichtigen Unterstützung, an der wieder verstärkt Käufer in den Markt kamen.
Inzwischen notiert die Aktie wieder oberhalb von 1.000 € und hat damit einen Teil der Verluste aufgeholt. Aus charttechnischer Sicht richtet sich der Blick nun auf den Bereich um 1.200 €. Vom aktuellen Kursniveau entspräche das einem weiteren Kurspotenzial von rund +18%. Erst darüber würden die bisherigen Rekordstände wieder näher rücken.
Auch die Analysten bleiben überwiegend optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin über dem aktuellen Kursniveau. Einige Analysten trauen der Rheinmetall-Aktie langfristig sogar Kurse von mehr als 2.000 € zu.
Trotzdem ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Zunächst muss die Aktie mehrere wichtige Widerstände zurückerobern und die laufende Gegenbewegung bestätigen. Trotz der positiven Meldungen wäre es daher noch zu früh, bereits von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen. Neue Impulse könnten die Zahlen zum zweiten Quartal liefern, die Rheinmetall am 6. August vorlegt.

Rheinmetall-Aktie
ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 47 Milliarden €.
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Fazit
Die Rheinmetall-Aktie hat sich zuletzt zwar erholt, von einer klaren Trendwende kann aber noch keine Rede sein. Dafür muss der Kurs zunächst weitere Widerstände überwinden. Neue Impulse könnten die Quartalszahlen am 6. August liefern.