Rohstoff-Expertin Miriam Kraus lädt Dich zu ihrer kostenlosen Masterclass am 18.08.2026 ein und zeigt Dir die nächsten Tenbagger-Chancen. Hier Deinen Teilnahmeplatz sichern 👉
© OpenAI

Vance: Niedriger Ölpreis jetzt wichtigstes US-Ziel im Iran-Konflikt

Atomprogramm nur noch zweitrangig

Eigentlich war es der Kampf gegen die Atombombe. Zumindest hat Donald Trump das in den vergangenen Monaten immer wieder so dargestellt, als er den Krieg gegen den Iran Ende Februar begründete. Heute klingt das anders. Vizepräsident JD Vance räumt offen ein, was längst zu ahnen war: Günstige Energie für US-Bürger ist Ziel Nummer eins.

Vance nennt Ölpreis als oberstes Kriegsziel

In einem Interview mit Fox News sagte Vance, dass ein niedriger Ölpreis das wichtigste Ziel der USA im Iran-Krieg sei. Das Atomprogramm? Zweitrangig. „Das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten", so Vance wörtlich. Der Iran solle zwar weiterhin keine Atomwaffe bekommen, doch diese Priorität rutschte in seiner Aussage auf Platz zwei. Vance zeigte sich überzeugt, dass beide Ziele erreichbar seien. Bemerkenswert ist dabei, dass er dem Krieg laut Berichten intern von Anfang an skeptisch gegenüberstand.

Straße von Hormuz bleibt blockiert

Seit Kriegsbeginn hält Teheran die Straße von Hormuz nahezu komplett gesperrt, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Die Folge waren massiv steigende Ölpreise. Zwar sind sie zwischenzeitlich wieder zurückgegangen, liegen aber immer noch rund 20 bis 30 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Vance selbst verwies darauf, dass der Ölpreis heute gefallen sei und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liege.

Teheran verlangt für ein Ende der Blockade den vollständigen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region, die Aufhebung aller Sanktionen sowie die Freigabe sämtlicher eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Vom Atomprogramm ist in diesen Forderungen keine Rede.

Was das für Öl und Börse bedeutet

Meiner Meinung nach sollte man sich hier keine schnelle Entspannung erwarten. Haben wirklich alle Beteiligten ein Interesse daran, dass der Ölpreis niedrig bleibt? Das ist fraglich. Der Iran hat keinen Anreiz, die Straße von Hormuz zu öffnen, solange seine Kernforderungen nicht erfüllt sind. Und die dürften für Washington kaum akzeptabel sein. Vance Aussage signalisiert zwar, dass die USA den Druck auf den Ölpreis im Blick haben, doch zwischen Ziel und Ergebnis liegt die geopolitische Realität.

Sollte der Ölpreis auf erhöhtem Niveau bleiben, wären Energiekonzerne wie ExxonMobil oder Chevron die kurzfristigen Gewinner an der Börse. Gleichzeitig dürften energieintensive Sektoren wie Chemie, Luftfahrt und Logistik unter Druck geraten. Für den Gesamtmarkt bliebe ein dauerhaft hoher Ölpreis eine strukturelle Belastung, da er die Inflation antreibt und Notenbanken in ihrer Zinspolitik einengt. Eine kurzfristige Öffnung der Straße von Hormuz scheint angesichts der verhärteten Positionen beider Seiten wenig wahrscheinlich.

 

Wenn Du die Märkte im Blick behalten möchtest, bist Du mit unseren kompakten und verlässlichen Updates immer einen Schritt voraus. Im SD Insider Newsletter berichten wir regelmäßig über relevante Nachrichten aus Wirtschaft, Börse und den einzelnen Unternehmen.

Sichere Dir hier Deinen Informationsvorsprung »