Straße von Hormus: Iran beschießt erneut Frachter und Ölpreis zieht direkt leicht an
Vor der Küste Omans, in der Straße von Hormus, hat der Iran Heute einen Tanker mit Raketen beschossen. Das britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) bestätigte, dass das Schiff in Brand geriet, nachdem es von einem Geschoss getroffen worden war und beruf sich dabei auf die Aussagen der Besatzung. Der Iran räumte den Angriff ein und erklärte über sein Staatsfernsehen, die Besatzung habe Warnungen ignoriert.
Revolutionsgarden feuern mindestens zwei Raketen
Laut dem Portal Axios, das sich auf zwei US-Beamte beruft, feuerten die iranischen Revolutionsgarden mindestens zwei Raketen auf Frachter ab. Demnach wurden zwei Schiffe durch den Beschuss stark beschädigt. Eine offizielle Stellungnahme der US-Regierung blieb zunächst aus.
Das britische Maritime Trade Operations Centre gab an, der Tanker sei nahe Limah getroffen worden, als er versuchte, die Meerenge in Richtung Süden zu verlassen und in den Golf von Oman zu fahren. Das Projektil traf die Backbordseite des Schiffes.
Iran kontrolliert Routen, USA suchen Deeskalation
Schon am vergangenen Donnerstag hatte das iranische Militärkommando gewarnt, alle Öltanker müssten durch die Meerenge die von Teheran genehmigten Routen nutzen. Eine Einmischung der US-Streitkräfte werde eine schnelle Reaktion nach sich ziehen, hieß es. Dabei hatten beide Seiten im Rahmen eines Interimsabkommens vereinbart, Schiffen 60 Tage lang die Durchfahrt ohne Gebühren zu erlauben. Teheran bestand aber darauf, die Routen zu kontrollieren und später Gebühren zu erheben.
Durch die Straße von Hormus floss einst ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Erdgases. Frühere Angriffe in der Meerenge zogen US-Vergeltungsschläge nach sich, woraufhin der Iran arabische Golfstaaten attackierte. Das Eskalationspotenzial bleibt hoch.
Auswirkungen auf Märkte und Energieaktien
Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus treiben erfahrungsgemäß den Ölpreis nach oben, da Versorgungsängste den Markt sofort erfassen. Für Energieunternehmen wie ExxonMobil, Shell oder BP kann ein steigender Rohölpreis kurzfristig die Margen stützen. Reedereien und Logistikkonzerne hingegen geraten unter Druck, wenn Versicherungsprämien steigen und Handelsrouten neu kalkuliert werden müssen. Solange die Lage in der Meerenge ungelöst bleibt, dürfte Volatilität an den Energiemärkten das bestimmende Thema bleiben. Der Brent Ölpreis legte am Morgen um +1,14% zu.
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