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Iran: Trump droht jetzt mit Angriffen auf zivile Infrastruktur

Eskalation in Nahost

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert rasant. Trump drohte heute in einem Fox-News-Interview damit, nächste Woche sämtliche iranischen Kraftwerke und Brücken zu zerstören, sollte Teheran nicht an den Verhandlungstisch kommen. Heftige Angriffe in den kommenden Nächten kündigte er dabei gleich mit an. Der Iran reagierte prompt: Die Revolutionsgarden feuerten Raketen und Kamikazedrohnen auf Ziele in Bahrain, Kuwait und im rund 1.000 Kilometer entfernten Jordanien.

Neue Angriffswelle und Seeblockade

Am Dienstag startete das US-Militär eine weitere Angriffswelle gegen den Iran und nahm zugleich die Seeblockade iranischer Häfen und Küstengebiete wieder auf. Nach sieben Stunden war die Angriffswelle am Mittwochmorgen beendet, so das US-Regionalkommando Centcom. Dutzende militärische Ziele wurden getroffen. Ziel sei es gewesen, iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu unterbinden. Laut dem Nachrichtenportal Axios hielt Trump am Dienstag eine Krisensitzung ab, bei der massive Angriffe auf strategische Ziele im Iran besprochen wurden. Mit dabei Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Direktor John Ratcliffe.

Eskalation seit einer Woche

Der Konflikt war vor einer Woche neu entflammt, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackiert hatten. Die Schiffe hatten versucht, einen südlichen Korridor vor der Küste Omans zu nutzen, offenbar ohne Abstimmung mit dem Iran. Das US-Militär wirft Teheran vor, in der vergangenen Woche sieben Handelsschiffe angegriffen zu haben. Iranischen Staatsmedien zufolge traf das US-Militär auch zivile Infrastruktur. In der Provinz Chusestan ein Weizensilo und in der Provinz Ilam eine Mineralwasserfabrik. Mindestens 30 Menschen kamen im Süden des Landes ums Leben, 260 wurden verletzt.

Iran will Energieexporte blockieren

Die Revolutionsgarden legten nach. Als Antwort auf die US-Seeblockade kündigten sie an, den Export von Erdöl und Erdgas zu unterbinden. Dieser sei entweder für alle oder für niemanden, hieß es in einer nächtlichen Mitteilung. Das ist kein leeres Drohen, der Iran erzielt einen erheblichen Teil seiner Staatseinnahmen aus Erdölexporten, vor allem nach China. Aus Sicht Teherans ist das Rahmenabkommen, auf das sich beide Seiten Mitte Juni geeinigt hatten, damit hinfällig. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte, die USA hätten die Absichtserklärung grundlegend verletzt. Irans UN-Botschafter Amir-Said Irawani nannte die USA den Aggressor.

Was bedeutet das für die Börse

Meiner Meinung nach ist die Lage an den Märkten so brisant wie seit Jahren nicht mehr. Eine weitere Eskalation in der Straße von Hormus, durch die täglich ein erheblicher Teil des globalen Öl- und Gashandels fließt, könnte die Energiepreise wieder massiv nach oben treiben. Ölkonzerne wie ExxonMobil oder Shell könnten kurzfristig profitieren, während energieintensive Industrien und Fluggesellschaften unter Druck gerieten. Rüstungsaktien dürften angesichts der anhaltenden Eskalation weiter Auftrieb erhalten. Der Goldpreis sollte als sicherer Hafen gefragt bleiben. Solange keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bliebe die Unsicherheit an den Märkten hoch.

Quelle: dpa-AFX

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