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Iran: Trump beendet Feuerpause – was jetzt auf dem Spiel steht

Nahost in Flammen

Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara hat US-Präsident Donald Trump das Rahmenabkommen mit dem Iran für gegenstandslos erklärt. Die Waffenruhe sei vorbei, so Trump unmissverständlich. Er wolle nichts mehr mit Teheran zu tun haben. Auf Nachfrage, ob das auch künftige Gespräche ausschließe, sagte Trump lapidar: Seine Unterhändler könnten weiter reden, wenn sie es wünschten. Er halte es schlicht für Zeitverschwendung.

Angriffe und Gegenschläge in der Straße von Hormus

Auslöser der neuen Eskalation waren Attacken auf Tanker in der Straße von Hormus. Daraufhin griff das US-Militär seit Mittwochnacht mehr als 80 Ziele im Iran an, darunter Flugabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen und mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden. Iranische Medien meldeten Explosionen in mehreren Provinzen entlang der Südküste, mindestens ein Soldat der iranischen Flugabwehr kam ums Leben. Die Revolutionsgarden antworteten nach eigenen Angaben mit Angriffen auf 85 Ziele in US-Militäreinrichtungen, darunter der Bereich der fünften US-Flotte vor Bahrain und der Luftwaffenstützpunkt Ali Al Salem in Kuwait.

Abkommen vom Juni jetzt hinfällig

Mitte Juni hatten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das innerhalb von 60 Tagen in einen endgültigen Deal münden sollte. Kernthemen waren das iranische Atomprogramm, die Schifffahrtssicherheit in der Straße von Hormus und Teherans Unterstützung militanter Gruppen in der Region. Pakistan hatte als Vermittler fungiert. Eine weitere Verhandlungsrunde wäre laut gut informierten Kreisen in Islamabad möglich gewesen, auch Doha stand im Gespräch. Einen konkreten Termin gab es nicht mehr. Die USA reaktivierten zudem zuvor gelockerte Sanktionen auf iranisches Öl.

Was das für den Ölmarkt und Rüstungsaktien bedeutet

Die Wiedereinführung der Ölsanktionen und die Blockade-Drohungen in der Straße von Hormus haben die Ölpreise bereits wieder nach oben getrieben. Für Anleger bedeutet das erhöhte Volatilität bei Energiewerten und Rohstoffaktien. Rüstungskonzerne hingegen dürften von einer anhaltenden Eskalation profitieren, da westliche Regierungen ihre Verteidigungsausgaben weiter hochfahren. Solange keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bleibt das geopolitische Risikopremium im Markt eingepreist.

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