Hochtief-Aktie: Bereit für den bullischen Konter?
Neue Aufträge sorgen für Zuversicht
Während die Hochtief-Aktie charttechnisch angeschlagen bleibt, präsentiert sich das operative Geschäft weiterhin in einer starken Verfassung. Erst am 15. Oktober meldete der Baukonzern über seine australische Tochter CIMIC einen neuen Energieinfrastrukturauftrag in Westaustralien im Wert von rund 478 Millionen AUD. Einen Tag später folgte die Bekanntgabe eines weiteren Projekts zum Bau eines neuen Sammlungs- und Forschungszentrums für das Museum für Naturkunde in Berlin. Die jüngsten Aufträge unterstreichen die breit aufgestellte Geschäftstätigkeit des Konzerns, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Energie und öffentliche Bauprojekte.
Auch die Halbjahreszahlen lieferten bereits überzeugende Argumente. Der operative Konzerngewinn stieg um +35% auf 480 Millionen €, während der Umsatz um +10% auf 20,1 Milliarden € zulegte. Besonders beeindruckend entwickelte sich der Auftragseingang mit 31,5 Milliarden €, wodurch der Auftragsbestand einen Rekordwert von 84,8 Milliarden € erreichte. Hochtief hob daraufhin seine Gewinnprognose für 2026 auf 1,025 bis 1,1 Milliarden € an. Dennoch belasten steigende Finanzierungskosten und das schwierige Kapitalmarktumfeld weiterhin die Aktie. Neue Impulse dürften die für den 5. November angekündigten Quartalszahlen liefern.
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Zur Signallage

Quelle: stock3
Die zuletzt favorisierte Abwärtsbewegung hat die Hochtief-Aktie inzwischen deutlich unter 372,60 € geführt. Mit dem jüngsten Tagestief bei 360,80 € wurde sogar die horizontale Unterstützung bei 366 € zwischenzeitlich erneut auf Intraday-Basis unterschritten. Immerhin zeigt sich dort nun erste Kaufbereitschaft, sodass sich die Chancen auf eine technische Gegenbewegung erhöhen. Mein blaues Präferenzszenario sieht nach einer möglichen Konsolidierung im aktuellen Kursbereich einen erneuten Aufwärtsimpuls vor. Dafür bedarf es der Rückkehr über 372,60 €, um nachfolgend die Marke von 403 € zurückzuerobern und ergänzend die seit Mai etablierte Abwärtstrendlinie zu attackieren. Ein solcher Befreiungsschlag könnte weiteres Erholungspotenzial bis 414 € sowie darüber hinaus bis 441,80 € freisetzen. Allerdings handelt es sich vorerst um eine spekulative Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends.
Alternativ könnte sich die jüngste Stabilisierung als wenig nachhaltig erweisen. Sollte die Aktie erneut unter 366 € fallen und auch das jüngste Verlaufstief bei 360,80 € unterschreiten, wäre eine Ausdehnung der Korrektur bis 343,20 beziehungsweise 338 € wahrscheinlich. Dort wartet eine weitere bedeutende Unterstützungszone, die zumindest eine stärkere technische Reaktion begünstigen könnte. Ein nachhaltiger Bruch dieses Bereichs würde dagegen das Chartbild erheblich verschlechtern. Solange die übergeordnete Abwärtstrendlinie nicht überwunden wird, bleibt das Risiko einer weiteren Verkaufswelle erhöht.
ℹ️ Hochtief in Kürze
- Hochtief (WKN: 607000) ist ein internationaler, führender Baukonzern. Neben dem klassischen Baugeschäft entwickelt sich der Konzern immer mehr zum Projekt-Unternehmen mit einem breiten Dienstleistungsgeschäft.
- Neben dem Hauptsitz in Essen unterhält der Konzern weltweit Niederlassungen. Großaktionär mit 77,5% ist die spanische ACS-Gruppe.
- Die Aktie ist im MDAX gelistet und wird aktuell mit rund 29 Milliarden € bewertet.
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Fazit
Die Hochtief-Aktie hat das zuletzt favorisierte Abwärtsziel bei 372,60 € abgearbeitet und zeigt nun in diesem Bereich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Oberhalb von 366 € erscheint mir eine spekulative Gegenbewegung bis 403 € durchaus realistisch. Ein nachhaltiger Ausbruch über die fallende Abwärtstrendlinie könnte anschließend sogar 414 beziehungsweise 441,80 € ermöglichen. Unterhalb von 360,80 € droht dagegen eine Fortsetzung der Korrektur bis in den Bereich um 338 €. Noch haben die Verkäufer die Oberhand, doch eine erste technische Gegenreaktion gewinnt an Wahrscheinlichkeit.
Hier sei angemerkt: Wer von der immensen Rohstoffnachfrage sowie der weltweiten Aufrüstung profitieren will, findet in unserem exklusiven Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ ein US-gefördertes Unternehmen und eine Silber-Aktie mit Multibagger-Potenzial.