Quelle: ChatGPT

Almonty-Aktie +10%: Trendwende oder nur ein Strohfeuer?

Wichtiger Meilenstein erreicht
Die Aktie von Almonty Industries hat am Freitag mit einem Kursanstieg von über +10% ein Ausrufezeichen gesetzt. Für Anleger stellt sich die Frage, ob es sich dabei nur um einen technischen Rebound nach dem vorherigen Abverkauf handelte oder es nun tatsächlich zum erhofften Turnaround beim US-Wolframhersteller kommt.

Sangdong wird zum entscheidenden Faktor

Fundamental hat Almonty einen wichtigen Meilenstein erreicht. Für die Aufbereitungs- und Brecheranlagen der Sangdong-Mine in Südkorea wurden am 17. September die finalen Betriebsgenehmigungen erteilt. Damit ist der Übergang vom Testbetrieb zur kommerziellen Verarbeitung vollzogen: Almonty kann Wolframkonzentrat produzieren, verkaufen und exportieren.

Besonders wichtig: Mehr als 90% der Phase-I-Produktion sind bereits über einen Vertrag mit Global Tungsten & Powders für 21 Jahre ab der ersten Lieferung gebunden. Vereinbart sind insgesamt 4,41 Millionen MTU und mindestens 210.000 MTU pro Jahr nach dem Hochlauf. Damit ist die Absatzseite weitgehend abgesichert.

Jetzt verschiebt sich der Fokus allerdings auf die eigentliche Bewährungsprobe: den Produktionshochlauf. Verzögerungen, technische Probleme oder eine geringere Ausbeute könnten die erwarteten Cashflows deutlich nach hinten verschieben.

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Analysten uneinig wie selten

Wie unterschiedlich die Erwartungen ausfallen, zeigen die jüngsten Studien. Stifel startete die Coverage mit der Einstufung „Buy“ und einem Kursziel von 25 US$. Goldman Sachs ist mit „Neutral“ und 13 US$ wesentlich vorsichtiger. D.A. Davidson sieht den fairen Wert der Aktie sogar bei 33 US$, Jefferies bei 26,25 US$.

Während die Optimisten auf die neue Produktionsbasis und den strukturellen Wolframmangel setzen, sehen die Skeptiker bereits einen erheblichen Teil der Zukunft im Aktienkurs eingepreist.

Wolfram bleibt strategischer Trumpf

Der Rückenwind kommt aus einem außergewöhnlich angespannten Markt. China dominiert die globale Wolframversorgung und hat die Exportbedingungen verschärft. Im Westen liegen die Preise für APT laut aktuellen Marktangaben weiterhin bei rund 3.000 US$ je MTU WO₃.

Für Almonty ist das strategisch bedeutsam. Sangdong zählt zu den wenigen großen Wolframprojekten außerhalb Chinas, die nun tatsächlich in die kommerzielle Produktion gehen. Mit dem Ausbau weiterer Standorte entsteht damit ein Lieferant, der vom westlichen Streben nach diversifizierten und weniger China-abhängigen Rohstoffketten profitieren könnte.

Bewertung und Chart bleiben die Achillesferse

Ganz billig ist die Aktie allerdings nicht mehr. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 4 Milliarden US$ liegt das ausgewiesene KGV aktuell im hohen zweistelligen Bereich. Die Bewertung setzt damit bereits einen erfolgreichen Produktionshochlauf und anhaltend hohe Wolframpreise voraus. In diesem Fall könnte das Forward-KGV auf rund 10 absinken.

Auch charttechnisch ist das Bild noch nicht gedreht. Mit rund 13,72 US$ liegt Almonty fast -44% unter dem Rekordhoch von 24,41 US$. Der jüngste Erholungsversuch scheiterte am 61,8%-Fibonacci-Retracement bei 19,19 US$. Anschließend rutschte die Aktie unter die 50- und 200-Tage-Linie bei aktuell 15,09 beziehungsweise 15,54 US$. Auch das Mitte September entstandene Death Cross mahnt zur Vorsicht. Entscheidend ist nun die 50-Wochen-Linie um 14 US$. Fällt sie nachhaltig, droht ein Test der Unterstützung bei 10,68/10,74 US$.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 3,96 Milliarden US$ bewertet.

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Fazit

Kurzfristig bleibt Almonty eine spekulative Wette. Langfristig ist die Story meines Erachtens jedoch absolut intakt: Gelingt der Hochlauf von Sangdong wie geplant, verfügt das Unternehmen über eine abgesicherte Absatzbasis und eine strategisch wichtige Position in einem Markt, in dem der Westen dringend nach Alternativen zu China sucht. Für den nächsten nachhaltigen Kursschub muss Almonty nun allerdings liefern – operativ und charttechnisch.

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