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Quelle: ChatGPT

Vonovia-Aktie: Neue Allzeittiefs nur eine Frage der Zeit?

Der Abwärtsstrudel bleibt intakt
Die Vonovia-Aktie hat den nächsten heftigen Rückschlag bereits hinter sich und notiert nach einer ersten Gegenbewegung aktuell bei 16,26 €. In meiner Analyse vom Dienstag hatte ich nach dem gescheiterten Befreiungsversuch vor weiteren Verlusten bis in den Bereich um 15,30 € gewarnt. Genau dieses Szenario trat gestern ein, als die Papiere infolge einer enttäuschenden Unternehmensprognose bis auf 15,26 € abstürzten und damit die tiefsten Kursregionen seit dem Börsengang erreichten. Doch trotz des heutigen Käuferkonters bleibt die technische Ausgangslage bedenklich. Unterhalb der bisherigen Tiefstände könnten zunächst Kurse um 13,50 € und perspektivisch sogar die runde Marke von 10 € je Anteilsschein relevant werden.

Neue Prognosen sorgen für Ernüchterung

Für den jüngsten Kursrutsch lieferte Vonovia am Mittwochabend selbst den entscheidenden Auslöser. Der Immobilienkonzern erwartet für 2026 beim bereinigten EBITDA nur noch ein Ergebnis in der unteren Hälfte der bisherigen Prognosespanne von 2,95 bis 3,05 Milliarden €. Zudem wurde die Erwartung für das organische Mietwachstum von rund 4 auf 3,8% reduziert. Auch der Operating Free Cashflow dürfte unter dem Vorjahresniveau liegen. Wie mein Kollege Peter Wolf-Karnitschnig gestern unter „Vonovia-Aktie: Schlimmer geht immer!“ hervorhob, entwickeln sich insbesondere die gestiegenen Finanzierungskosten und das schwache Transaktionsgeschäft zu einer erheblichen Belastung.

Auch der mittelfristige Ausblick enttäuscht. Für 2028 rechnet das Management beim organischen Mietwachstum inzwischen nur noch mit rund 4,5 statt 5%. Gleichzeitig soll das bereinigte EBITDA lediglich das untere Ende der zuvor genannten Zielspanne zwischen 3,2 und 3,5 Milliarden € erreichen. Immerhin bleibt das klassische Vermietungsgeschäft robust, während Vonovia mit geringeren Investitionen, weiteren Immobilienverkäufen und einer strengeren Kapitalallokation auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert. Doch solange die Finanzierungskosten hoch bleiben und die politische Unsicherheit anhält, dürfte es für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie schwer werden. Weitere Details folgen mit dem vollständigen Quartalsbericht am 4. November.

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Die Signallage

Quelle: stock3

Der Abwärtstrend der Vonovia-Aktie ist weiterhin intakt. Nachdem die Unterstützung bei 16,13 € aufgegeben wurde, erreichten die Notierungen am Donnerstag mit 15,26 € bereits nahezu punktgenau den zweiten monatlichen Pivot-Unterstützungspunkt (S2). Die heutige Gegenbewegung ändert an der bärischen Ausgangslage bislang wenig. Zwar erscheint nach dem erneuten Ausverkauf eine kurzfristige Erholung bis 16,90 € durchaus möglich, doch bleibt anschließend eine Fortsetzung der Korrektur meine bevorzugte Entwicklung. Unterhalb von 15,26 € droht schließlich der nächste Abwärtsschub in Richtung 13,64 beziehungsweise rund 13,50 €. Sollte sich auch dort keine nachhaltige Stabilisierung einstellen, könnte mittelfristig sogar die psychologisch bedeutende 10-€-Marke wieder zum Thema werden.

Eine freundlichere Entwicklung setzt dagegen voraus, dass die Käufer zunächst den Widerstand bei 16,90 € zurückerobern und anschließend auch 17,49 beziehungsweise 17,83 € überwinden. Damit würde sich weiteres Erholungspotenzial bis in den Bereich zwischen 19,61 und 20,02 € eröffnen, wo zugleich die übergeordnete Abwärtstrendlinie verläuft. Allerdings ist mit dem heutigen Monatsende eine wichtige Besonderheit zu beachten: Die bislang gültigen Oktober-Pivot-Marken verlieren ab Montag ihre Funktion als aktuelle Monatsreferenzen. Die neuen November-Pivots könnten zusätzliche Orientierung liefern und werden für die nächste Richtungsentscheidung entsprechend interessant.

ℹ️ Vonovia in Kürze

  • Vonovia (WKN: A1ML7J) mit Sitz in Bochum verwaltet und vermietet Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden.
  • Durch die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen im Jahr 2021 ist das Unternehmen zum größten Immobilienkonzern Europas avanciert, mit ca. 550.000 Wohneinheiten.
  • Vonovia ist Mitglied im DAX und aktuell rund 14 Milliarden € wert.

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Fazit

Die Vonovia-Aktie hat das zuletzt favorisierte Abwärtsziel um 15,30 € erreicht und bleibt trotz der heutigen Erholung erheblich angeschlagen. Unterhalb von 16,90 € überwiegen weiterhin die Risiken, wobei ein erneuter Rückfall unter 15,26 € zusätzliches Abwärtspotenzial bis rund 13,50 € eröffnen könnte. Selbst Kurse um 10 € sind bei einer längerfristigen Fortsetzung des Abwärtstrends nicht grundsätzlich auszuschließen. Erst oberhalb von 17,83 € würden sich die Chancen auf eine größere Erholung deutlich verbessern. Für Anleger bleibt daher vorerst Vorsicht angebracht.

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