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Cambria Gold-Aktie mit starken Bohrergebnissen – was jetzt folgt

Neue Goldfunde sorgen für Hoffnung

Bei Cambria Gold Mines gibt es neue Hoffnung für Anleger. Das kanadische Bergbauunternehmen hat erneut hochgradige Goldfunde gemeldet und macht auch beim geplanten Neustart seiner Minen Fortschritte. Bis Ende 2027 soll die Produktion wieder anlaufen, doch bis dahin steht noch einiges an Arbeit an. Können die jüngsten Ergebnisse der Aktie neuen Schwung verleihen oder sind die Risiken weiterhin zu groß? Ein Blick auf die aktuellen Unternehmensmeldungen und Geschäftszahlen zeigt, wie Cambria derzeit aufgestellt ist.

Cambria Gold meldet neue Goldfunde – Bohrergebnisse machen Hoffnung

Beim kanadischen Bergbauunternehmen Cambria Gold Mines hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Erst am 18. Oktober veröffentlichte das Unternehmen neue Bohrergebnisse aus seinem Silver-Coin-Vorkommen, das zum Premier-Goldprojekt im Nordwesten Kanadas gehört. Dabei wurden auf einer Länge von 8,2 Metern durchschnittlich 98,56 Gramm Gold pro Tonne Gestein nachgewiesen. Innerhalb dieses Abschnitts lag der Goldgehalt über einen Meter sogar bei 794 Gramm pro Tonne.

Das sind außergewöhnlich hohe Werte, die zeigen, welches Potenzial in dem Vorkommen stecken könnte. Und es blieb nicht bei diesem einen Treffer. Weitere Bohrungen lieferten unter anderem 22,62 Gramm Gold pro Tonne über 4,4 Meter sowie 3,75 Gramm über eine Länge von 20 Metern. Insgesamt wurden Ergebnisse aus vier Bohrlöchern mit einer Gesamtlänge von 657 Metern veröffentlicht.

Für Cambria kommen die neuen Funde zu einem guten Zeitpunkt. Schließlich arbeitet das Unternehmen daran, seine bestehenden Goldprojekte wieder in Produktion zu bringen. Silver Coin spielt dabei eine wichtige Rolle, da das dort geförderte Erz künftig in der bereits vorhandenen Verarbeitungsanlage des Premier-Projekts verarbeitet werden soll. Die Lagerstätte liegt nur etwa fünf Kilometer von der Anlage entfernt und ist bereits über eine Straße erreichbar.

Auch im September hatte Cambria mit starken Bohrergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Damals meldete das Unternehmen im Premier-Goldprojekt einen Abschnitt mit 166,2 Gramm Gold und 3.383 Gramm Silber pro Tonne Gestein über 3,1 Meter. Die jüngsten Ergebnisse liefern damit weitere Hinweise auf hochgradige Mineralisierungen innerhalb des Projektgebiets.

Allerdings sollte man die Bohrergebnisse auch richtig einordnen. Hohe Goldgehalte allein bedeuten noch nicht, dass sich das gesamte Vorkommen wirtschaftlich abbauen lässt. Dafür kommt es auch darauf an, wie groß die mineralisierten Bereiche tatsächlich sind, wie viel Erz gefördert werden kann und welche Kosten dabei entstehen. Weitere Bohrungen und die geplante Machbarkeitsstudie sollen hier mehr Klarheit schaffen.

Was sonst noch alles für einen Kauf der Cambria-Aktie spricht, steht in unserem detaillierten Unternehmensporträt.

Cambria arbeitet am Produktionsstart: Ende 2027 soll es losgehen

Neben den Bohrergebnissen gibt es auch beim Ausbau der Minen Fortschritte. Anfang Oktober hatte Cambria einen ausführlichen Bericht zum aktuellen Stand seiner Projekte veröffentlicht. Demnach soll die Verarbeitungsanlage am Premier-Standort im vierten Quartal 2027 wieder in Betrieb genommen werden. Die Anlage ist für bis zu 2.500 Tonnen Erz pro Tag ausgelegt, wobei die Produktion anschließend im Laufe des Jahres 2028 schrittweise hochgefahren werden soll.

Ein Vorteil für Cambria ist, dass große Teile der benötigten Infrastruktur bereits vorhanden sind. Das Premier-Projekt verfügt unter anderem über eine Verarbeitungsanlage, bestehende unterirdische Zugänge und weitere technische Einrichtungen. Statt eine komplett neue Mine aufzubauen, kann das Unternehmen deshalb auf frühere Investitionen zurückgreifen. Allerdings sind noch mehrere Arbeiten notwendig, bevor die Produktion tatsächlich beginnen kann.

So werden derzeit unter anderem die unterirdische Infrastruktur und die Wasseraufbereitungsanlage überarbeitet. Bei Letzterer konnte Cambria nach früheren Schwierigkeiten mit den Zinkgrenzwerten bereits deutliche Fortschritte erzielen. Dafür wurden technische Anlagen modernisiert, Abläufe verbessert und der Betrieb durch eigenes Personal übernommen. Nach Unternehmensangaben haben sich die Ergebnisse in den vergangenen Monaten bereits verbessert.

Auch beim Red-Mountain-Projekt geht es voran. Im September erhielt Cambria die letzte Genehmigung für den Bau einer wichtigen Zufahrtsstraße. Damit können nun weitere Arbeiten durchgeführt werden, um die Lagerstätte künftig für den Abbau zu erschließen. Das dort geförderte Erz soll später ebenfalls zur Premier-Anlage transportiert und gemeinsam mit Material aus den anderen Vorkommen verarbeitet werden.

Im ersten Halbjahr 2027 will Cambria außerdem eine aktualisierte Machbarkeitsstudie vorlegen. Diese soll zeigen, wie sich die beiden Goldprojekte wirtschaftlich miteinander verbinden lassen, welche Produktionsmengen möglich sind und mit welchen Investitionen gerechnet werden muss. Für Anleger wäre das ein wichtiger Schritt, um die langfristigen Aussichten des Unternehmens besser einschätzen zu können.

Finanzierung bleibt eine Herausforderung

Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen zeigt allerdings auch, dass Cambria noch einiges vor sich hat. Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von rund 2,96 Millionen CA$. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust noch bei etwa 325 Millionen CA$ gelegen. Auf den ersten Blick ist das eine enorme Verbesserung, allerdings hängt der Unterschied hauptsächlich damit zusammen, dass im vergangenen Jahr hohe Wertberichtigungen auf die Minenprojekte vorgenommen werden mussten.

Über das gesamte erste Halbjahr betrachtet lag der Nettoverlust weiterhin bei rund 78,3 Millionen CA$. Cambria befindet sich also noch mitten in einer kostspieligen Entwicklungsphase, in der bereits hohe Ausgaben anfallen, ohne dass aus den geplanten Minen nennenswerte laufende Verkaufserlöse erzielt werden.

Immerhin hat sich die finanzielle Situation zuletzt verbessert. Ende Juni verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von rund 142,8 Millionen CA$. Hinzu kamen bis Anfang Oktober mehr als 45,9 Millionen CA$ aus der Ausübung ausstehender Aktienbezugsoptionsscheine (Warrants). Damit steht Cambria zusätzliches Kapital zur Verfügung, um die laufenden Arbeiten an den Minen voranzutreiben.

Für die Aktie wird es nun wichtig, ob Cambria seinen Zeitplan tatsächlich einhalten kann. Die neuen Goldfunde sind zwar erfreulich, langfristig müssen daraus aber auch wirtschaftlich förderbare Reserven und ein funktionierender Minenbetrieb werden. Gelingt der geplante Produktionsstart Ende 2027, könnte sich das Unternehmen von einem reinen Entwicklungsprojekt zunehmend zu einem produzierenden Goldförderer entwickeln.

 

ℹ️ Cambria Gold Mines

  • Cambria Gold Mines (WKN: A422L6) ist ein kanadisches Gold-Entwicklungsunternehmen, deren Projekte Premier und Red Mountain in einem weit fortgeschritteneren Stadium befinden.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Vancouver
  • Die Aktie wird an der TSX Venture Exchange gehandelt. Der aktuelle Börsenwert liegt bei etwa 293 Millionen CA$.

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Fazit

Die jüngsten Entwicklungen bei Cambria Gold Mines machen durchaus Hoffnung. Mit den neuen Bohrergebnissen aus Silver Coin hat das Unternehmen erneut gezeigt, welches Potenzial in seinen Goldprojekten steckt. Auch beim geplanten Neustart der Minen geht es voran, wobei die bereits vorhandene Infrastruktur einen großen Vorteil darstellt und den Weg zur Produktion erleichtern könnte.

Bis zum geplanten Produktionsstart Ende 2027 stehen zwar noch einige Arbeiten an, allerdings hat Cambria in den vergangenen Monaten bereits wichtige Fortschritte erzielt. Sollten die kommenden Bohrungen ähnlich starke Ergebnisse liefern und der weitere Ausbau nach Plan verlaufen, könnte das Unternehmen seiner Rückkehr in die Goldproduktion ein großes Stück näherkommen. Für die Aktie eröffnet das langfristig durchaus attraktive Chancen, auch wenn mögliche Verzögerungen, steigende Kosten und weiterer Finanzierungsbedarf weiterhin berücksichtigt werden müssen.