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Chancen im KI-Ausverkauf: 2 Tech-Perlen mit großer Zukunft

Langfristig lohnenswert
Redaktion
Der Ausverkauf bei Technologie- und KI-Aktien könnte langfristig orientierten Anlegern neue Einstiegschancen eröffnen. Während steigende Kosten und Zweifel an der Nachhaltigkeit der hohen Investitionen die Branche belasten, bieten Unternehmen wie Datadog und Palo Alto Networks weiterhin überzeugende Wachstumsperspektiven. Allerdings sind beide Aktien hoch bewertet, weshalb sich ein Einstieg vor allem nach einer deutlicheren Korrektur lohnen könnte.

Datadog: KI-Boom braucht mehr als Rechenleistung

Datadog entwickelt Cloud-Monitoring-Software, mit der Unternehmen ihre digitale Infrastruktur überwachen, technische Probleme frühzeitig erkennen und die Leistungsfähigkeit ihrer Anwendungen verbessern können. Mit spezialisierten Lösungen für die KI-Entwicklung und GPU-Überwachung profitiert das Unternehmen unmittelbar vom zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz.

Die Nachfrage entwickelt sich dynamisch: Im zweiten Quartal 2026 beschleunigte sich das Umsatzwachstum auf 36 Prozent. Daraufhin erhöhte das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf rund 4,46 Milliarden US-Dollar. Zudem zählte Datadog nach eigenen Angaben Ende Juni alle zehn führenden Unternehmen der KI-Branche zu seinen Kunden. Auch die Nutzung von MCP-Serveraufrufen, die KI-Anwendungen miteinander verbinden können, vervierfachte sich im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Bewertung ein Risikofaktor. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 24,3 und damit deutlich über dem Dreijahresdurchschnitt von 17,7. Ein Kursrückgang von 20 bis 30 Prozent im Zuge eines breiteren Marktausverkaufs könnte deshalb eine attraktivere Einstiegsmöglichkeit für langfristig orientierte Anleger schaffen.

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Palo Alto Networks: Wenn KI zur Sicherheitsfrage wird

Palo Alto Networks profitiert vom steigenden Bedarf an Cybersicherheit. Je mehr Unternehmen KI-Anwendungen in ihre Geschäftsprozesse integrieren, desto größer werden potenzielle Angriffsflächen für Hacker. Gleichzeitig nutzen Cyberkriminelle zunehmend selbst künstliche Intelligenz, um Sicherheitslücken aufzuspüren und Angriffe effizienter durchzuführen.

Palo Alto Networks begegnet diesen Herausforderungen mit Lösungen wie Prisma AIRS, das KI-Anwendungen und deren Interaktionen überwacht, sowie Cortex XSIAM, das die Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen automatisiert. Nach Unternehmensangaben konnte die mediane Reaktionszeit auf Sicherheitsvorfälle bei Kunden durch den Einsatz entsprechender Technologien auf rund zehn Minuten sinken.

Die Geschäftsentwicklung unterstreicht das Potenzial: Der jährlich wiederkehrende Umsatz im Bereich Next-Generation Security erreichte zum Ende des Geschäftsjahres 2026 neun Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will das Unternehmen diesen Wert auf 20 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln.

Allerdings ist auch Palo Alto Networks anspruchsvoll bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt 22,6 und liegt damit deutlich über dem Dreijahresdurchschnitt von 15,6. Trotz der starken Wachstumsaussichten könnte es sich daher auszahlen, eine mögliche Marktkorrektur abzuwarten, bevor Anleger eine Position aufbauen.

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Redaktion

Fazit

Datadog und Palo Alto Networks profitieren von zwei wichtigen Trends: dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz und dem wachsenden Bedarf an leistungsfähiger IT-Sicherheit. Beide Unternehmen verzeichnen kräftiges Wachstum und verfügen über aussichtsreiche langfristige Perspektiven. Ihre hohen Bewertungen begrenzen jedoch den Spielraum für Enttäuschungen. Für Anleger könnte ein stärkerer Kursrückgang deshalb eine Gelegenheit bieten, sich langfristig zu günstigeren Preisen zu positionieren.

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