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Bayer-Aktie: Jetzt rückt die 40-€-Marke näher

Verkaufsdruck hält an
Die Bayer-Aktie kommt weiterhin nicht zur Ruhe und notiert aktuell bei 43,54 €. In meiner letzten Analyse hatte ich nach dem Einbruch vor weiteren Kursverlusten gewarnt. Die damals anvisierten Tiefstände wurden bereits erreicht, doch auch die anschließenden Erholungsversuche konnten keine nachhaltige Trendwende einleiten. Stattdessen gerät die Aktie erneut unter Verkaufsdruck und die nächste wichtige Unterstützungszone rückt näher. Droht nun sogar ein Rückfall bis an die psychologisch wichtige Marke von 40 €?

Neue Sorgen trotz positiver Pharmanachrichten

Während die Bayer-Aktie charttechnisch weiter schwächelt, gibt es zumindest aus der Pharmasparte erfreuliche Nachrichten. Wie mein Kollege Peter Wolf-Karnitschnig zuletzt unter „Warum ist sie plötzlich wieder auf Talfahrt?“ berichtete, hat die US-Arzneimittelbehörde FDA einen ergänzenden Zulassungsantrag für das Nierenmedikament Kerendia zur Prüfung angenommen. Hintergrund sind positive Phase-III-Daten bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ohne Diabetes. Bereits im zweiten Quartal war der Umsatz mit dem Medikament um +80% auf 329 Millionen € gestiegen. Eine erweiterte Zulassung könnte das langfristige Umsatzpotenzial weiter erhöhen.

Allerdings überwiegen an der Börse weiterhin die Unsicherheiten. Insbesondere die ausstehende gerichtliche Genehmigung des 7,25 Milliarden US$ schweren Glyphosat-Vergleichs belastet die Stimmung. Hinzu kommen neue regulatorische Risiken im europäischen Pflanzenschutzgeschäft, nachdem sich die EU-Mitgliedstaaten gegen eine weitreichende Lockerung regelmäßiger Zulassungsprüfungen positioniert haben. Zwar konnte Bayer im Sommer einen wichtigen juristischen Erfolg vor dem US-Supreme-Court erzielen, doch die endgültige Befriedung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten bleibt offen. Neue Impulse könnten die für den 3. November angekündigten Quartalszahlen liefern.

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Zur Signallage

Quelle: stock3

Die zwischenzeitliche Erholung der Bayer-Aktie erwies sich als wenig nachhaltig. Nach dem gescheiterten Vorstoß in Richtung 45,90 € gerieten die Käufer erneut ins Hintertreffen und inzwischen steht auch die Unterstützung bei 43,54 € wieder auf dem Prüfstand. Mein blaues Präferenzszenario sieht daher eine Fortsetzung der Korrektur bis zum 50%-Fibonacci-Retracement bei 42,16 € vor. Sollte auch dieses Niveau nachhaltig unterschritten werden, dürfte sich der Abverkauf bis in die Unterstützungszone zwischen rund 41 und 39,78 € ausdehnen. Dort verläuft zugleich die seit April 2025 bestehende Aufwärtstrendlinie, sodass eine stärkere technische Gegenbewegung denkbar wäre. Unterhalb dieser Zone würde sich das Chartbild dagegen nochmals erheblich verschlechtern.

Alternativ könnten sich die Käufer bereits im aktuellen Kursbereich zurückmelden und einen erneuten Erholungsversuch starten. Dafür müsste Bayer zunächst den Widerstand bei 44,66 € zurückerobern und anschließend die Hürden bei 45,90 sowie 47,79 € überwinden. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde weiteres Potenzial bis 48,67 € und anschließend zur übergeordneten Abwärtstrendlinie im Bereich um 50 bis 51 € eröffnen. Erst oberhalb dieser Widerstandsregion wäre allerdings eine nachhaltigere Verbesserung des Chartbildes zu erwarten. Bis dahin bleibt die Gefahr weiterer Kursverluste aus meiner Sicht dominant.

ℹ️ Bayer in Kürze

  • Die Bayer AG ist einer der weltgrößten Chemie- und Pharmakonzerne. Der Konzern ist in drei Geschäftsbereiche untergliedert: Pharmaceuticals (rezeptpflichtige Arzneimittel), Consumer Health (rezeptfreie Medikamente) und Crop Science (Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung).
  • Bayer hat seine Konzernzentrale in Leverkusen und unterhält weltweit Niederlassungen.
  • Das Unternehmen ist im DAX gelistet. An der Börse wird es aktuell mit rund 43 Milliarden € bewertet.

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Fazit

Die Bayer-Aktie bleibt nach der gescheiterten Erholung weiterhin angeschlagen. Unterhalb von 44,66 € favorisiere ich eine Fortsetzung der Korrektur bis 42,16 € und anschließend möglicherweise bis zur wichtigen Unterstützungszone um 40 €. Dort könnte die seit April 2025 bestehende Aufwärtstrendlinie einen stärkeren technischen Konter begünstigen. Erst eine nachhaltige Rückeroberung von 45,90 und insbesondere 47,79 € würde das Chartbild wieder spürbar aufhellen. Bis dahin bleibt der Verkaufsdruck das bestimmende Thema.

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