Quelle: ChatGPT

SAP-Aktie: Hätte SAP in den USA mehr Wert?

Test der Widerstandszone
Konrad Speckmaier
SAP hat zuletzt gezielt eigene Aktien zurückgekauft und damit die jüngste Kursschwäche für Zukäufe genutzt. CEO Christian Klein brachte parallel eine ungewöhnliche Bewertungsdebatte ins Spiel. Charttechnisch steht die Aktie derweil an einer entscheidenden Widerstandsmarke.

Rückkäufe, Reformruf und Bewertungsfrage

SAP gehörte am Dienstagvormittag zu den schwächeren Werten im DAX. Der Konzern nutzt die zuletzt gedrückten Kurse gezielt für Rückkäufe. Zwischen dem 14. und 18. September erwarb SAP 50.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 185,57 €. Insgesamt wurden damit bislang mehr als 8,3 Millionen eigene Aktien zurückgekauft.

Vorstandschef Christian Klein sorgte zusätzlich für Gesprächsstoff. Nach seiner Einschätzung könnte SAP an der Börse rund +15% höher bewertet sein, würde der Konzern seinen Sitz in den USA haben. Einen tatsächlichen Umzug kündigte er damit nicht an, sondern verwies auf die unterschiedlichen Bewertungsniveaus der Kapitalmärkte. JPMorgan bestätigte vor den anstehenden Quartalszahlen seine neutrale Einstufung mit einem Kursziel von 175,00 €. Der breitere Analystenkonsens liegt deutlich darüber, bei rund 208,92 €.

Übrigens für all jene, die sich fragen, welche KI-Unternehmen das Zeug zum Branchen-Primus haben, liefert unser Report „KI-Gewinner 2026“ wertvolle Einblicke in die Top-Aktien von morgen.

Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview

Die SAP-Aktie hatte es geschafft, die Abwärtstrendlinie und damit auch die Abwärtsstruktur zu überschreiten. Die Widerstandszone zwischen 164,40 und 168,80 € wurde sofort nach oben überschritten und wurde damit zum Support. Aktuell befindet sich der Markt im nächsten Widerstandsbereich, der von 178,50 bis 188,30 € reicht. Schafft es die Aktie, sich auch nachhaltig über diesem zu halten, wäre ein wichtiger Schritt für den nächsten Impuls gelegt.

Für Trader ist nun entscheidend, ob es die Aktie schafft, sich über der Zone zu halten, erst einmal konsolidiert oder erneut eine Abweisung findet. Kommt es zu einem Rücksetzer, würde die untere Zone interessant werden, allerdings nur, wenn der Markt dort eine Reaktion für eine mögliche Long-Chance zeigt. Bei einer Konsolidierung wäre es wichtig, dass diese innerhalb der Zone stattfindet und es nicht zu neuen Tiefs kommt. Kommt es hingegen zum Ausbruchsszenario, muss der Kurs nachhaltig über die 195,00 € laufen und sich auch über diesem Bereich halten können. Das wäre dann ein Einstieg für weiter steigende Kurse und eine mögliche Fortsetzung der vorherigen Stärke auf der Oberseite.

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den größten Softwareunternehmen im Bereich der Unternehmenssteuerung. Für kleinere und mittelgroße Unternehmen bietet der Konzern Standardlösungen an, für größere Unternehmen gibt es individuelle Angebote.
  • Der Hauptsitz des Konzerns ist im baden-württembergischen Walldorf, weltweit verfügt der IT-Konzern über zahlreiche Niederlassungen.
  • Die Aktie des Unternehmens ist in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50 gelistet und wird an der Börse aktuell mit rund 240 Milliarden € bewertet.

SAP kaufen, halten oder verkaufen? Unsere zehnköpfige Redaktion berichtet regelmäßig über SAP und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

SAP weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Konrad Speckmaier

Fazit

Der Rückkauf zeigt, dass SAP selbst von den aktuellen Kursen überzeugt ist und auch der Analystenkonsens liegt deutlich über dem heutigen Niveau. Solange der Kurs keine neuen Tiefs bildet, bleibt grundsätzlich die Chance auf höhere Notierungen und einen möglichen Ausbruch auf der Oberseite bestehen. Der nachhaltige Ausbruch macht die Fortsetzung der Stärke wahrscheinlicher. Fällt der Kurs dagegen unter die aktuellen Tiefs, rückt der untere Supportbereich in den Fokus. Auch dort braucht es aber erst eine klare Bestätigung für den Einstieg.

Du willst wissen, welche drei Trend-Aktien wir für den Jahresendspurt auf dem Zettel haben? Hier geht’s zum Gratis-Report für das Schlussquartal 2026!