+++ Aktien-Enthüllung am 12.11.: Ist diese Aktie ein Verdoppler? Sichere Dir hier Deinen Informationsvorsprung +++

Toyota-Aktie: Der leise Riese brüllt, größter Kurssprung seit 1987

Rekordsprung nach den Quartalszahlen
1987 gab es noch die D-Mark, und die Toyota-Aktie sprang an einem Tag um mehr als 16%. Dann dauerte es fast vier Jahrzehnte bis zum nächsten Mal: vergangenen Donnerstag. Dabei verkauft Toyota weniger Autos, kämpft mit Zöllen und verliert in China. Doch verdient trotzdem mehr. Wenn Toyota zuvor vor sich hindümpelte, dann wäre jetzt womöglich der Zeitpunkt günstig und früh einzusteigen, oder?

Das erste Plus seit sechs Quartalen

Die Der operative Gewinn stieg im Juli bis September um 34% auf 1,13 Billionen Yen, also rund 7 Milliarden US$. Das war der erste Zuwachs seit sechs Quartalen und deutlich mehr als erwartet. Deshalb hob Toyota kurzerhand hob die Prognose fürs Gesamtjahr um 500 Milliarden auf 3,9 Billionen Yen. Die Aktie schloss in Tokio +16,7% höher, der größte Tagesgewinn seit 1987.

Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!

Weniger Autos, mehr Gewinn

Wenn ein Autobauer berichtet, er würde trotz weniger Autos mehr Gewinn scheffeln, werden die Ohren der Aktionäre steif. In China beispielsweise verliert Toyota sogar gegen einheimische Hersteller und senkte dort sein Absatzziel. Doch drei Gründe lösen den Widerspruch.

Erstens der schwache Yen: Toyota verdient im Ausland Dollar und Euro, die beim Umtausch mehr Yen ergeben. Das brachte im Halbjahr 685 Milliarden Yen.

Zweitens sind hybride Modelle in den USA sehr gefragt, weil sie günstiger als Elektroautos sind und auch keine Ladesäule brauchen. Ihr Absatz stieg im Halbjahr 2026 um 8,3%.

Drittens Kostensenkungen, die höhere Materialkosten und Trumps Zölle ausgleichen. Nordamerika schreibt erstmals seit Einführung der Zölle wieder operativen Gewinn und könnte fröhlich so weitermachen.

Der Haken dabei aber: Ohne Währungs- und Swap-Effekte wäre der Halbjahresgewinn laut Toyota um 195 Milliarden Yen gesunken. Der Yen und die Zölle sind eben nur Rückenwind, kein Qualitätsmerkmal und auch kein langfristiger Treiber.

Allerdings wurden das Toyotas Modelle 2024 als die langlebigsten Autos auf dem Markt ausgezeichnet, sogar noch vor deutschen Autos.

Das Ende der Familienbande?

Strategisch spannend ist, dass Toyota angekündigt hat Zulieferer künftig stärker nach Wettbewerbsfähigkeit auswählen, egal aus welchem Land. Für Japan ist das überraschend, denn Hersteller und Zulieferer sind dort traditionell durch Beteiligungen und enge Beziehungen verflochten. Setzt Toyota stärker auf chinesische Zulieferer, zeigt das, wie ernst der Konzern die Konkurrenz aus China nimmt. Beim Elektromodell bZ3X in China stammen bereits 65% der Teile von chinesischen Lieferanten.

Ein großes Kuchenstück für Aktionäre

Der Autokonzern hortet rund 60 Milliarden US$ (9,48 Billionen Yen) Bargeld als Krisenpuffer. Aktionäre kritisieren das, weil es die Eigenkapitalrendite von gut 10% drückt. Jetzt reagiert Toyota und will bis März 2031 bis zu 14 Billionen Yen an Aktionäre fließen lassen, rund doppelt so viel wie in den fünf Jahren davor und im Schnitt rund 6% des Börsenwerts pro Jahr. Der Rückkauf wächst auch an auf 1,3 Billionen Yen. Das bedeutet 8,2% der Aktien werden von Toyota eingezogen. Weniger Aktien bedeuten mehr Gewinn je Aktie und darf die Aktionäre nochmals freuen.

Mittelfeld KGV

Seit 2013 reichte das KGV von 4 bis 18. Derzeit liegt es bei 10 und für die nächsten 12 Monate bei 12. Toyota ist also weder billig noch teuer. Zwischen den deutschen Herstellern, die sich mitten in der Restrukturierung befinden und KGVs von 2 bis 8 haben, und Premiumherstellern wie Ferrari oder auch Porsche, ist Toyota im Mittelfeld. Dazu kommen noch Dividende von rund 1,48%, die die Anleger verlocken soll und vielleicht auch in Zukunft wird, denn eines hat Toyota noch vor.

F&E jetzt im Fokus

Noch besser wird's, wenn man sich die Zukunftspläne des Konzerns anschaut, denn bisher, muss ich gestehen, dürften die rein finanziellen Argumente kaum überzeugen. Bis 2030 sollen mindestens 22 Billionen Yen in Forschung und Anlagen fließen. Neu dabei ist eine hauseigene Robotik-Sparte und ein Lexus-Elektrowerk in Shanghai, was ab Ende 2027 entstehen soll.

ℹ️ Toyota in Kürze

  • Toyota, gegründet 1937 und mit Sitz in Toyota City (Präfektur Aichi), Japan, ist ein Automobilhersteller und historisch der weltweit größte Produzent von Kraftfahrzeugen.
  • Statt rein auf Elektromobilität zu setzen, ist der Konzern weltweiter Pionierträger bei Hybridantrieben.
  • Toyota ist aktuell ca. 226 Milliarden US$ wert und damit der wertvollste und größte traditionelle Automobilhersteller der Welt.

Toyota kaufen, halten oder verkaufen? Unsere Experten-Redaktion berichtet regelmäßig über Toyota und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

Toyota weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Fazit

In einigen Artikeln, die ich über Japans Aktienkultur geschrieben habe, habe ich immer wieder den Umschwung in Japans Börsenwelt erwähnt. Dass Unternehmen inzentiviert werden ihre Unternehmen transparenter und reizender für ausländische Aktionäre zu machen. Am Beispiel Toyota wird dies wieder klar, Japans Reform ist in vollem Gange und trotzdem erst am Anfang. Ein Investment in ein japanisches Unternehmen sollte man sich tatsächlich anschauen, ob es aber konkret die Toyota-Aktie werden soll, das würde ich mir zwei mal überlegen. Ob Toyota die Gewinnwende wirklich geschafft hat, ist noch unklar nach nur einem guten Quartal.

Du willst wissen, welche drei Trend-Aktien wir für den Jahresendspurt auf dem Zettel haben? Hier geht’s zum Gratis-Report für das Schlussquartal 2026!