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Vonovia-Aktie: Wie tief kann die Talfahrt noch gehen?

Test der 2023er-Tiefs
Konrad Speckmaier
Vonovia ist Anfang der Woche auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen. Der Wohnimmobilienkonzern kämpft mit steigenden Zinsen und einer gespaltenen Analystenmeinung. Charttechnisch nähert sich der Kurs einer Zone, die schon vor Jahren als Unterstützung diente.

Zinsdruck und ein Streit ums Kursziel

Vonovia rutschte am 10. September auf 17,95 € und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Steigende Anleiherenditen setzen Immobilienwerte derzeit branchenweit unter Druck. Vonovia trifft es dabei besonders hart.

Bereits Anfang des Monats zeigte sich die Skepsis auch bei den Analysten. Goldman Sachs senkte sein Kursziel von 34,20 auf 29,50 €, beließ die Einstufung aber bei Kaufen. Barclays kappte sein Ziel im gleichen Zeitraum von 23,00 auf 20,00 € und bleibt bei einer Untergewichten-Empfehlung. Zwischen beiden Häusern liegen damit fast 10 € Differenz.

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Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview

Vonovia befindet sich seit Anfang des Jahres in einem Abwärtstrend, der in den letzten Monaten erneut an Schwung gewonnen hat. Gekennzeichnet ist das auch durch die Abwärtstrendlinie, die gleichzeitig als mögliches Signal im weiteren Verlauf dienen kann. Auf der Unterseite liegt zudem ein Supportbereich zwischen 15,27 und 16,47 €, der sich aus den Tiefs des Jahres 2023 ergibt. Aktuell sieht es danach aus, als würde der Markt diesen erreichen.

Ist das der Fall, könnte sich an diesem Bereich eine Chance ergeben. Wichtig ist es, genau auf ein Einstiegssignal zu warten, etwa eine Konsolidierung mit anschließender Stärke oder eine Umkehrformation im Chart. Entscheidend ist nur, dass ein solches Signal vorliegt, denn trotz Supportbereich stellt man sich hier gegen den Abwärtstrend. Das erste Ziel der Position wäre die Trendlinie, an der sich auch die nächste Richtung entscheiden dürfte. Ein Ausbruch darüber könnte das Bild drehen und die Widerstandszone zwischen 24,10 und 25,10 € als nächste Marke haben.

ℹ️ Vonovia in Kürze

  • Vonovia (WKN: A1ML7J) mit Sitz in Bochum verwaltet und vermietet Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden.
  • Durch die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen im Jahr 2021 ist das Unternehmen zum größten Immobilienkonzern Europas avanciert, mit ca. 550.000 Wohneinheiten.
  • Vonovia ist Mitglied im DAX und aktuell rund 15,1 Milliarden € wert.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Aktuell ist erst einmal Abwarten angesagt, bis Vonovia die Unterstützungszone erreicht. Erst dann zählt das Einstiegssignal. Kommt dieses, läge das erste Ziel an der Trendlinie, rund +20% entfernt. Bei anhaltender Stärke wären danach sogar weitere +19% bis zu den letzten Hochs und +26% bis zur Widerstandszone möglich. Bleibt das Signal aus, bleibt auch der Abwärtstrend das bestimmende Thema und die Geduld der optimistischeren Marktteilnehmer wird weiter auf die Probe gestellt.

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