DroneShield-Aktie: Jetzt in das fallende Messer greifen?
Schwerwiegende Belastungsfaktoren
Bevor ich eine Antwort auf die eingangs gestellte Frage geben will, zuerst noch ein paar Worte zu den Gründen, weshalb die DroneShield-Aktie in den letzten Monaten so stark an der Börse abgeschmiert ist. Es ist eine Kombination aus zu starker Wachstumsabschwächung, fehlender Profitabilität und einer laufenden Untersuchung der Börsenaufsicht.
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Unter dem Strich kein Geld
Die Umsatzentwicklung von DroneShield ist nach wie vor hochdynamisch. Im ersten Halbjahr steigerten die Australier ihre Erlöse um 74% gegenüber dem Vorjahr auf knapp 126 Millionen AU$.
Aber trotz dieses gewaltigen Umsatzsprungs gelang DroneShield in den ersten sechs Monaten des Jahres unter dem Strich immer noch kein positives Ergebnis. Der Nettoverlust belief sich auf rund -32 Millionen AU$.
Noch schlimmer: Das operative Ergebnis (bereinigter EBITDA) war mit -12 Millionen AU$ ebenfalls tiefrot. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag diese Gewinnkennzahl noch bei 8 Millionen AU$. Grund für den operativen Verlust war vor allem die schlechte Bruttomarge, die mit 60% deutlich unter dem langfristigen Ziel von 65% lag.
In Summe schüren diese Zahlen die Sorge der Börse, dass DroneShield zwar wachsen kann, aber dass es eben kein profitables Wachstum ist. Anleger fordern den Nachweis, dass die Umsätze auch unter dem Strich zu Gewinnen führen.
Kein Hypergrowth mehr
Für weitere Enttäuschung sorgte die Anpassung der Jahresprognose 2026 auf ein Umsatzziel von 250 bis 270 Millionen AU$, was einem Wachstum von 15 bis 25% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Wachstumsprognose lag zum Teil deutlich unter den hochgesteckten Zielen vieler Analysten und Anlegern.
Für die Börse ist DroneShield damit schon längst kein Hypergrowth-Titel mehr, sondern nur noch ein solide wachsender Rüstungswert. Das spiegelt sich selbstverständlich in der Bewertung wider.
Ein Damoklesschwert
Über dieser schwächeren Zahlen und Prognosen schwebt immer noch das Damoklesschwert der ASIC-Untersuchung. Die australische Börsenaufsicht ist nach wie vor damit beschäftigt, die Vorgänge rund um Aktienverkäufe von damaligen Führungskräften im Herbst 2025 sowie möglicherweise fehlerhafte Mitteilungen zu untersuchen.
Dieser Review ist immer noch nicht abgeschlossen. Solange das nicht der Fall ist, wird die DroneShield-Aktie mit einem Sicherheitsabschlag an der Börse gehandelt.
Sinkflug ohne Boden
Die Chartentwicklung der DroneShield-Aktie ist der reinste Graus. Seit einem halben Jahr steckt sie in einem hartnäckigen und steilen Abwärtstrend.
Ich gehe davon aus, dass ihr das 12-Monatstief bei 0,94 € keinen Halt geben wird. Alles deutet darauf hin, dass die DroneShield-Aktie zu einem Pennystock verkommen wird.
Ein perfekter Sturm
Wer sich auf das Chartbild der DroneShield-Aktie fokussiert, mag den Eindruck gewinnen, dass die Aktie günstig bewertet ist. Das Gegenteil ist der Fall.
Das Forward-KUV auf Basis der Umsatzprognose für das laufende Jahr beträgt 5,7. Für ein Unternehmen, dessen Wachstumsrate auf 15 bis 25% zurückgegangen ist und das nicht einmal ein positives operatives Ergebnis ausweist, ist das meiner Meinung nach eine viel zu ambitionierte Bewertung.
Neben dem katastrophalen Chartbild und der deutlich zu ambitionierten Bewertung spricht auch das aktuelle Marktsentiment gegen ein Investment in die DroneShield-Aktie. Obwohl weder für den Ukraine-Krieg noch den Iran-Konflikt eine friedliche Lösung in Sicht ist, scheinen viele Anleger ihr Interesse an Rüstungsaktien verloren zu haben. Das zeigt sich auch an der negativen Kursentwicklung vieler Rüstungsgroßkonzerne in den letzten Monaten.
Zum Schluss erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
ℹ️ DroneShield in Kürze
- DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
- Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
- Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,48 Milliarden AU$.
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Fazit
Die DroneShield-Aktie steckt demnach in einem perfekten Sturm aus desaströser Chartentwicklung, Abschwächung des Wachstums, zu geringer Profitabilität, zu hoher Bewertung und zu schlechtem Marktsentiment.
Ich fürchte, dass die Aktie vor diesem Hintergrund auch weiterhin ein fallendes Messer bleibt. Anleger holen sich besser keine blutigen Finger.