Meta macht ernst mit KI. Am Mittwoch legte die Aktie des Facebook-Mutterkonzerns 5,4 Prozent zu und kletterte auf 646 US$, das höchste Niveau seit rund sieben Wochen. Der Auslöser war die Ankündigung des neuen KI-Assistenten "Muse", und der Markt hat sofort reagiert.
Muse als Startschuss eines neuen Produktzyklus
Die Analysten von Mizuho Securities sehen in dem KI-Agenten den Beginn eines bedeutenden Produktzyklus für Meta. Ihre These ist klar. Die Marktbewertung der Aktie spiegele dieses Potenzial bislang noch gar nicht wider, und Investoren würden endlich eine konkrete Rendite auf Metas massive KI-Investitionen sehen wollen. Muse sei, so heißt es, ein wesentlicher Schritt genau in diese Richtung. Meiner Meinung nach ist das eine plausible Einschätzung, denn Meta hat mit Facebook, Instagram und WhatsApp eine Reichweite, von der andere KI-Anbieter nur träumen können.
Morgan Stanley bremst die Euphorie
Morgan Stanley sieht das Ganze etwas nüchterner. Für eine höhere Bewertung der Aktie brauche es zunächst eine breite Nutzerakzeptanz und ein nachweislich monetisierbares Verhalten. Die Experten wollen konkret sehen, wie tief Muse in die Meta-Plattformen integriert wird und wie groß die tatsächliche Akzeptanz ausfällt. Das ist keine unbegründete Skepsis.
Was das für die Meta-Aktie bedeutet
Der Kurssprung auf 646 US$ zeigt, wie hungrig der Markt auf KI-Fantasie bei Meta ist. Muse könnte kurzfristig für weiteren Rückenwind sorgen, sofern die ersten Nutzungszahlen überzeugen. Sollte die Integration in Facebook, Instagram und WhatsApp reibungslos laufen und echte Nutzerbindung erzeugen, dürfte die Aktie weiteres Aufwärtspotenzial haben. Bleibt die breite Akzeptanz jedoch aus, wird der heutige Kursgewinn schnell wieder in Frage gestellt werden.
Quelle: dpa-AFX
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