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Rüstungsaktien: Droht jetzt der nächste große Kurseinbruch?

Militär & Märkte
Redaktion | Börse

Was am Dienstag noch nach einer Erholung aussah, war am Mittwoch schon wieder Geschichte. Rheinmetall, Renk und Hensoldt gaben ihre Vortagesgewinne praktisch komplett wieder ab. Bei Rheinmetall hatte das Plus am Dienstag noch bis zu 3,8 Prozent betragen. Einen Tag später war davon nichts mehr übrig.

Rüstungsaktien unter Druck

Im Handel kursiert ein simples Argument: Die Aktien seien trotz der jüngsten Verluste nach wie vor hoch bewertet. Und die Kursbewegung gibt diesem Argument Recht. Rheinmetall ist seit Jahresbeginn mit einem Minus von fast 35 Prozent der größte Verlierer im Dax überhaupt. Renk hat im laufenden Börsenjahr fast ein Fünftel eingebüßt. Hensoldt sticht heraus, das Plus beläuft sich auf 9 Prozent.

AfD als politisches Risiko

Analyst Jens-Peter Rieck von mwb Research bringt noch einen anderen Faktor ins Spiel. Der erdrutschartige Sieg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt berge längerfristig politische Risiken für die deutschen Verteidigungsausgaben. Mit einer bundesweiten Zustimmungsquote von rund 28 Prozent könne der Einfluss der AfD auf die Verteidigungsausgaben tendenziell zunehmen. Das ist ein Risikofaktor, der bei der Bewertung der Rüstungsaktien meiner Meinung nach nicht unterschätzt werden sollte.

Was bedeutet das für die Aktien.

Kurzfristig bleibt das Bild unruhig. Die Kursbewegungen der letzten zwei Tage zeigen, wie nervös der Markt bei deutschen Rüstungswerten geworden ist. Sollte der politische Gegenwind durch eine weiter erstarkende AfD Realität werden, dürften Rheinmetall und Co. weiteren Druck bekommen. Wer hier investiert ist, sollte die Entwicklung der deutschen Verteidigungspolitik sehr genau im Blick behalten.

Quelle: dpa-AFX

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