Bitcoin hat die Seitwärtsphase hinter sich gelassen. Knapp 25 Prozent Plus in einer Woche, der Kurs steht bei über 79.000 US$, und plötzlich reden alle wieder von 80.000 US$ als nächster Marke. Ob das hält? Spannend ist, was hinter dieser Bewegung steckt.
XRP prescht noch weiter vor
Während Bitcoin schon ordentlich zulegt, übertrumpft XRP das Ganze noch. Mehr als 20 Prozent Plus an einem einzigen Tag, der Token notiert bei 1,31 US$. Dazu passen die ETF-Zahlen: Allein am Donnerstag zogen netto 606 Millionen US$ in Bitcoin-Spot-ETFs. Das zeigt, dass institutionelles Kapital wieder aktiv reinkommt.
Was das US-Finanzministerium damit zu tun hat
Der Grund für den frischen Schub liegt auch in Washington. Das US-Finanzministerium kündigt an, ab September seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen zu verdoppeln. Mehr Liquidität im System, sinkende Anleiherenditen, ein schwächerer US-Dollar. Finanzmarktexperte Brent Donnelly sieht darin eine konkrete Kaufchance für Bitcoin, und Gold profitiert ebenfalls. Das Umfeld erinnert an klassische Phasen, in denen Anleger nach Alternativen zum Dollar suchen.
40 Billionen US$ Schulden als Dauerthema
Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung erstmals die Marke von 40 Billionen US$ geknackt. Im Juli allein belief sich das Haushaltsdefizit auf 432 Milliarden US$, seit Beginn des laufenden Haushaltsjahres summiert sich das Minus auf knapp 1,8 Billionen US$. Die steigenden Zinskosten machen die Lage nicht einfacher. Meiner Meinung nach stärkt genau das das langfristige Narrativ für Bitcoin als knappes, unabhängiges Wertaufbewahrungsmittel.
SEC und CFTC handeln auf eigene Faust
Der Clarity Act steckt im US-Senat fest, doch beide Behörden warten nicht. Die SEC schlägt zwei Ausnahmen von der Registrierungspflicht vor und definiert klarer, wann ein Token kein Wertpapier mehr ist. Zunächst läuft eine 60-tägige Konsultationsphase. CFTC-Chef Michael Selig macht deutlich, dass die Behörde bestehende Befugnisse nutzen wird, falls das Gesetz scheitert. Geprüft werden regulierte Handelsplätze und ein legaler Marktzugang für bisher außerhalb der USA aktive Plattformen.
Was das für Bitcoin-Anleger bedeuten könnte
Die Kombination aus steigender Liquidität, rekordhoher Staatsverschuldung und aufweichendem Regulierungsumfeld dürfte Bitcoin weiteren Rückenwind geben. Sollte die 80.000-US$-Marke fallen, könnte das eine neue Kaufwelle institutioneller Investoren auslösen. Gleichzeitig bleibt die Regulierungsfrage ein Unsicherheitsfaktor. Mehr Klarheit durch SEC und CFTC wäre langfristig positiv für den gesamten Krypto-Sektor, da es mehr Kapital aus regulierten Umfeldern anziehen würde.
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