JPMorgan bleibt bei Boeing gelassen. Die US-Investmentbank bestätigt ihre "Overweight"-Einstufung und hält am Kursziel von 270 US$ fest, nachdem der Flugzeugbauer seine Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt hat.
Ereignisarme Ergebnisse kommen Boeing zugute
Analyst Seth M. Seifman formulierte es so: Boeings Resultate seien erneut ereignisarm ausgefallen, und genau das komme dem Konzern entgegen. Klingt paradox, macht aber Sinn. In einer Phase, in der Boeing vor allem Stabilität und Verlässlichkeit beweisen muss, ist ein ruhiger Quartalsbericht besser als jede Überraschung.
Produktion und Zertifizierungen im Fokus
Was für Boeing nach wie vor zählt, sind höhere Produktionsraten, steigende Auslieferungszahlen und wachsende Barmittelzuflüsse. Dazu kommt die Zertifizierung der Modelle 737 und 777, die aus JPMorgans Sicht weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben des Unternehmens gehört. Meiner Meinung nach ist genau das der Kern: Boeing liefert derzeit keinen Glanz, aber es liefert Fortschritt in den richtigen Bereichen.
Was bedeutet das für die Boeing-Aktie?
Das Festhalten von JPMorgan am Kursziel von 270 US$ ist ein klares Signal. Wer die Aktie auf dem aktuellen Niveau hält, bekommt von einer der einflussreichsten Wall-Street-Banken Rückendeckung. Ob das reicht, um die Aktie kurzfristig anzutreiben, dürfte davon abhängen, wie schnell Boeing bei den Zertifizierungsprozessen vorankommt. Kommen dort gute Nachrichten, könnte die Aktie deutlich Fahrt aufnehmen. Bleibt es ruhig, dürfte der Kurs wohl im Wartemodus verharren.
Quelle: dpa-AFX
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