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Foto: kanchanara / Unsplash

Bitcoin verliert Schwung: Inflationsdaten verschärfen die Zinssorgen

Fed-Druck nimmt zu
Bei Bitcoin ist nach dem starken Anstieg erstmal wieder etwas die Luft raus. Der Kurs ist am Widerstand knapp oberhalb von 82.000 US$ hängen geblieben und notiert inzwischen wieder bei knapp 76.000 US$. Dazu kamen am Freitag Inflationsdaten aus den USA, die den Hoffnungen auf eine entspanntere Fed erstmal einen ordentlichen Dämpfer verpasst haben.

Über 82.000 US$ kommt Bitcoin bisher nicht hinaus

Beim Kurs sieht man aktuell ziemlich gut, wo das Problem liegt. Bitcoin ist Ende August und Anfang September erneut bis in den Bereich um 82.000 US$ gelaufen, kam dort aber wieder nicht nachhaltig weiter. Bereits im Mai hatte dieselbe Zone gebremst, weshalb dort inzwischen sichtbar mehr Verkaufsdruck reinkommt.

Seitdem ging es wieder zurück und am Sonntag notiert Bitcoin nur noch bei rund 76.700 US$. Damit liegt der Kurs auch leicht unter dem größeren Volumenbereich um etwa 77.500 US$. Das ist erstmal noch kein riesiger Einbruch, die Käufer schaffen es aktuell aber eben auch nicht, den Kurs wieder zurück über 80.000 US$ zu drücken.

Sollte der Druck noch etwas zunehmen, wartet darunter rund um 72.500 US$ die nächste größere Zone. Noch tiefer liegt bei ungefähr 69.000 US$ ein weiterer Bereich, an dem zuletzt mehr Handelsaktivität zu sehen war.

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Bitcoin-Kurs

Bitcoin-Kurs

Die Inflationsdaten vom Freitag helfen erstmal nicht

Passend dazu kamen am Freitag die neuen US-Verbraucherpreise und die waren für Bitcoin nicht unbedingt das, was man sich gewünscht hätte. Die Inflation stieg im August um 0,4% zum Vormonat und lag damit auf Jahressicht weiter bei 3,4%. Das entsprach bei der Gesamtinflation zwar den Erwartungen, bei der Kernrate wurde es aber etwas unangenehmer.

Ohne Lebensmittel und Energie stiegen die Preise monatlich um 0,3%, erwartet worden waren nur 0,2%. Auf Jahressicht kam die Kerninflation zwar von 2,5 auf 2,4% zurück, der stärkere Monatswert zeigt aber, dass der Preisdruck noch nicht einfach verschwunden ist.

Der Markt reagierte darauf ziemlich schnell. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 16. September sprang zeitweise auf rund 87%. Vor den Daten lag sie noch deutlich niedriger.

Hohe Renditen nehmen Bitcoin zusätzlich den Schwung

Auch am Anleihemarkt bleibt die Lage unangenehm. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe lief nach den Daten zeitweise bis knapp an 5%, die zweijährige Rendite stieg auf rund 4,6%. Wenn Anleger mit US-Staatsanleihen wieder hohe Renditen bekommen, ohne dafür die teilweise heftigen Schwankungen am Krypto-Markt mitnehmen zu müssen, wird Risiko einfach weniger attraktiv. Dazu kommt, dass höhere Zinserwartungen häufig auch den US$ stützen.

Ganz abgeschrieben ist die Erholung deshalb aber nicht. Bitcoin hat am Freitag nach Veröffentlichung der Daten zunächst bis ungefähr 76.000 US$ nachgegeben und sich anschließend sogar wieder bis knapp 79.000 US$ zurückgekämpft. Käufer sind also weiterhin da, nur reicht der Druck aktuell noch nicht aus, um den Bereich um 80.000 bis 82.000 US$ aus dem Weg zu räumen.

ℹ️ Bitcoin (BTC) in Kürze

  • Bitcoin (BTCUSD) ist die erste und größte Kryptowährung, dient primär als digitales, knappes Wertaufbewahrungsmittel und wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet.
  • Die Kryptowährung basiert auf einem dezentral organisierten Buchungssystem, bei dem Zahlungen kryptografisch legitimiert und über ein Peer-to-Peer-Netzwerk (P2P) abgewickelt werden – diese dezentrale Datenbank ist die sogenannte Blockchain.

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Fazit

Bitcoin tut sich oberhalb von 80.000 US$ weiter schwer und der erneute Rücklauf vom Widerstand bei rund 82.000 US$ passt gerade ziemlich gut zum Makro-Umfeld. Die Inflation bleibt hartnäckig, eine Fed-Zinserhöhung ist inzwischen sehr wahrscheinlich und die Anleiherenditen stehen weiter hoch. Nach unten wäre 72.500 US$ die nächste größere Zone, während nach oben erstmal wieder die 80.000 US$ zurückkommen müssten.