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Airbus-Aktie: Legt sie nach dieser News wieder los?

Gute Auslieferungszahlen
Die Airbus-Aktie hat zum Ausklang der vergangenen Woche wieder Boden gutgemacht und notiert knapp unter der wichtigen Kursmarke von 200 €. Wie geht's jetzt weiter? Ist sie auf diesem Niveau kaufenswert?

Gute Nachrichten

Nach Monaten, in denen vor allem Lieferkettenprobleme die Schlagzeilen bestimmten, sieht die Auslieferungsbilanz bei Airbus inzwischen deutlich besser aus. Und neue Aufträge gibt es gleich dazu.

Wie der Konzern jüngst mitgeteilt hat, wurden bis Ende August 475 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben. Das sind 9% mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allein im August waren es 57 Maschinen. Damit bleibt das Jahresziel von rund 870 Auslieferungen erreichbar.

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Jetzt startet der Endspurt

Um die eigene Prognose zu schaffen, muss Airbus in den verbleibenden vier Monaten noch einmal deutlich zulegen. Das Unternehmen kennt solche Schlussrallyes aus den vergangenen Jahren. Trotzdem bleibt wenig Spielraum für größere Störungen.

Das eigentliche Problem bleibt weiterhin die Lieferkette. Triebwerke, Kabinenausstattung und andere Komponenten kommen nicht immer in dem Tempo, das Airbus für seine hochgefahrene Produktion benötigt. Beim A330 gab es zuletzt zusätzlichen Ärger: Wegen eines verlorenen Werkzeugs in einem Heckteil lagen die Auslieferungen dieses Modells zwischenzeitlich praktisch still. Bis Ende August wurden erst elf A330 übergeben.

Bei der A320-Familie sieht es wesentlich besser aus. Dort liegen die Auslieferungen klar über dem Vorjahr. Genau das zählt, denn die Mittelstreckenjets bleiben das Herzstück des Geschäfts.

Auftragsbücher prall gefüllt

Die Nachfrage ist aber ohnehin nicht das Problem. Am vergangenen Donnerstag kam die nächste Bestellung aus Asien hinzu. Vietnam Airlines will fünf weitere A350-900 kaufen. Die Maschinen sollen Anfang der 2030er-Jahre ausgeliefert werden. Gleichzeitig verhandelt Vietravel Airlines über insgesamt 50 Airbus-Jets.

Solche Meldungen wirken fast schon alltäglich. Genau darin liegt allerdings eine der größten Stärken von Airbus: Der Konzern muss derzeit kaum darum kämpfen, seine Produktionskapazitäten auszulasten. Vielmehr besteht die Herausforderung darin, genügend Flugzeuge zu bauen. Im August kamen weitere 67 Bestellungen hinzu. Seit Jahresbeginn summieren sich die Nettoaufträge nach Stornierungen auf mehr als 1.000 Maschinen.

Auch Satelliten gefragt

Wie Investoren natürlich bestens wissen, verdient Airbus längst nicht nur mit Verkehrsflugzeugen gutes Geld.

Diese Woche bestellte vielmehr Eutelsat weitere 229 Satelliten für sein OneWeb-Netzwerk. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 1 Milliarde €. Für die lange Zeit problematische Sparte Defence and Space ist das ein weiteres gutes Zeichen.

Das sagt der Chart

Mit einem Kurs von knapp 200 € notiert die Airbus-Aktie rund 8% unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Für einen Titel, der seit Ende März bereits um rund +30% zugelegt hat, ist das keine dramatische Korrektur.

Allerdings wartet jetzt bereits im Bereich 202 € bis 205 € die nächste Hürde, die markante Widerstandszone aus August liegt bei 214 bis 216 €. Unterstützung findet die Aktie bei 195/196 €. Eine etwas stärkere Unterstützung liegt im Bereich 193 bis 194 €.

ℹ️ Airbus in Kürze

  • Die Airbus SE (WKN: 938914) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern.
  • Mit 793 ausgelieferten Flugzeugen (2025) ist Airbus gegenwärtig der weltweit größte Hersteller von Passagierflugzeugen.
  • Der multinationale europäische Konzern hat seine Zentrale im französischen Toulouse, besitzt jedoch in ganz Europa etwa 70 Entwicklungs- und Produktionsstandorte.
  • Airbus ist Mitglied im europäischen Leitindex EuroStoxx 50 und an der Börse aktuell ca. 158 Milliarden € wert.

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Fazit

Die Auftragsbücher sind voll, die Auslieferungen von Flugzeugen ziehen wieder an: Das sind gute Nachrichten für Anleger, welche die Airbus-Aktie auf dem Kaufzettel haben. Zudem ist nach dem Rücksetzer vom Rekordhoch meiner Meinung nach wieder Luft für weitere Kurssteigerungen.

Grundsätzlich sollten Kaufinteressenten jedoch wissen, dass die Bäume hier nicht mehr in den Himmel wachsen dürften. Und mit einem KGV von 26 ist die Aktie alles andere als günstig. Von daher halte ich sie für mein Depot eher für nicht geeignet, höchstens als spekulative Beimischung.

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