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SAP-Aktie dreht ins Plus: Analysten sehen noch deutliches Potenzial

Quartalszahlen im Fokus
Die SAP-Aktie geriet nach den Quartalszahlen zunächst deutlich unter Druck und verlor rund -2,8%. Vorbörslich zeichnet sich nun jedoch eine kräftige Gegenbewegung ab. Damit rückt erneut die wichtige Handelsspanne in den Fokus.

Starke Zahlen – trotzdem reagierten Anleger zunächst enttäuscht

Auf den ersten Blick fielen die Quartalszahlen von SAP durchaus überzeugend aus. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 9% auf 9,88 Milliarden €. Vor allem das Cloud-Geschäft bleibt der wichtigste Wachstumstreiber. Die Erlöse in diesem Bereich kletterten um 22% auf 6,28 Milliarden €.

Noch wichtiger als der aktuelle Umsatz ist für viele Anleger allerdings der sogenannte Current Cloud Backlog. Dahinter verbirgt sich vereinfacht gesagt der bereits vertraglich gesicherte Auftragsbestand im Cloud-Geschäft, der in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich als Umsatz verbucht wird. Dieser Wert legte erneut kräftig um 27% auf 22,9 Milliarden € zu. Für Investoren ist das ein gutes Zeichen, denn ein wachsender Auftragsbestand spricht meist auch für steigende Umsätze in den kommenden Quartalen.

Warum geriet die Aktie trotzdem unter Druck? Der Hauptgrund war die leicht gesenkte Gewinnprognose. SAP erwartet beim operativen Ergebnis nun 11,8 bis 12,2 Milliarden € statt bislang 11,9 bis 12,3 Milliarden €. Hintergrund sind vor allem die Übernahmen der KI-Unternehmen Dremio und Prior Labs. Die zusätzlichen Investitionen belasten kurzfristig die Profitabilität, sollen das Wachstum langfristig aber weiter stärken.

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SAP-Aktie: Charttechnisch bleibt jetzt wieder alles offen

Die SAP-Aktie zeigt sich rund um die Quartalszahlen äußerst volatil. Nach der Veröffentlichung rutschte der Kurs zunächst deutlich ab und beendete den Handel mit einem Minus von rund -2,8% bei etwa 127 €. Damit fiel die Aktie kurzfristig unter die untere Begrenzung ihrer bisherigen Handelsspanne.

Vorbörslich konnte SAP diese Verluste jedoch bereits wieder vollständig aufholen. Die Aktie steigt bislang um rund +3,6% und nähert sich damit erneut der zuvor verlassenen Handelsspanne. Dadurch bleibt charttechnisch weiterhin alles offen. Der Ausbruch nach unten wäre zunächst nicht bestätigt, sofern sich die Aktie auch im regulären Handel wieder oberhalb der unteren Begrenzung halten kann.

Damit die Erholung weitergeht, wäre nun wichtig, dass SAP nachhaltig in die bisherige Handelsspanne zurückkehrt. Auf der Oberseite liegt der erste größere Widerstandsbereich anschließend bei rund 150 €. Erst wenn auch diese Marke überwunden wird, würde sich das Chartbild wieder deutlicher aufhellen. Fällt der Kurs dagegen erneut unter die untere Begrenzung der Handelsspanne, könnte der Verkaufsdruck schnell wieder zunehmen.

Auch die Analysten bleiben trotz der leicht gesenkten Gewinnprognose überwiegend optimistisch. Die Mehrheit empfiehlt die SAP-Aktie weiterhin zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei rund 203 € und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Die Analysten trauen der Aktie somit langfristig weiterhin eine kräftige Erholung zu. Kurzfristig entscheidet jedoch zunächst, ob die Rückkehr in die Handelsspanne gelingt und anschließend auch der Widerstand bei 150 € überwunden werden kann.

SAP-Aktie auf TradingView

ℹ️ SAP in Kürze

  • Die SAP SE (WKN: 716460) gehört weltweit zu den führenden Softwareunternehmen im Bereich Unternehmenssoftware. Der Konzern bietet Lösungen für Geschäftsprozesse, Datenmanagement und Cloud-Anwendungen für Unternehmen jeder Größe.
  • Der Hauptsitz befindet sich in Walldorf (Deutschland). SAP ist weltweit tätig und verfügt über zahlreiche Standorte und Kunden in nahezu allen Branchen.
  • Die Aktie ist im DAX und Euro Stoxx 50 gelistet und zählt mit einer Marktkapitalisierung von rund 150 Milliarden € zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas.

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Fazit

Die Quartalszahlen von SAP fielen insgesamt solide aus. Vor allem das starke Wachstum im Cloud-Geschäft und der weiter gestiegene Auftragsbestand sprechen dafür, dass das Unternehmen operativ auf Kurs bleibt. Die zunächst negative Reaktion der Börse dürfte daher vor allem auf die leicht gesenkte Gewinnprognose zurückzuführen sein. Mit der kräftigen vorbörslichen Erholung hat sich das Chartbild jedoch wieder deutlich verbessert. Kann die Aktie die Rückkehr in die bisherige Handelsspanne bestätigen, dürfte als Nächstes der Widerstandsbereich bei 150 € in den Fokus rücken. Gleichzeitig bleibt die langfristige Einschätzung vieler Analysten positiv, was der Aktie zusätzlichen Rückenwind geben könnte.