Infineon-Aktie unter Druck: Startet jetzt das Comeback?
Chartanalyse zur Infineon-Aktie
Die Infineon-Aktie befindet sich im Wochenchart trotz der jüngsten Schwäche weiterhin in einem langfristig intakten Aufwärtstrendkanal. Nachdem der Halbleiterkonzern zuletzt ein neues 26-Jahreshoch bei knapp 89 € erreicht hatte, setzte eine kräftige Korrektur von über -32% ein.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die fehlenden Unterstützungszonen aufgrund des rapiden Anstiegs bei der Infineon-Aktie könnten für weiteren Verkaufsdruck sorgen. Ohne Supportbereiche fehlen Ansatzpunkte für Charttechniker, wodurch sich Unsicherheit ergeben und der Kurs noch länger unter Gewinnmitnahmen leiden könnte.
Infineon-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 56 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist, was auf weitere Gewinnmitnahmen hindeutet. Auch der MACD hat kürzlich ein Verkaufssignal ausgebildet.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Wochenchart der Infineon-Aktie wirken aktuell bärisch. Sowohl der RSI, als auch der MACD haben ein Verkaufssignal ausgebildet, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeuten könnte.
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Elliott-Wellen
Im Wochenchart der Infineon-Aktie zeigt sich eine übergeordnete Elliott-Wellen-Struktur innerhalb eines weiterhin intakten Aufwärtstrends. Die erste größere Impulsbewegung wurde nach der Finanzkrise abgeschlossen, gefolgt von einer Korrekturphase in Welle 2. Anschließend etablierte sich eine mehrjährige Aufwärtsbewegung mit positivem Trendverlauf.
Derzeit scheint sich der Kurs innerhalb einer übergeordneten Welle 3 zu bewegen. Innerhalb dieser Struktur wurden die Unterwellen (gelbe i) sowie (gelbe ii) bereits abgeschlossen. In der Folge entwickelten sich zwei weitere bullische Substrukturen, erkennbar an der hellblauen und weißen Zählung.

Infineon, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com
Da dritte Elliott-Wellen häufig als besonders dynamische Trendphasen gelten, bleibt eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends wahrscheinlich, solange zentrale Unterstützungsmarken verteidigt werden. Langfristig ergibt sich daraus weiteres Kurspotenzial für die Infineon-Aktie. Nach Abschluss der aktuellen Korrekturphase könnte sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen und den Kurs in Richtung neuer Hochs führen.