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GE Vernova-Aktie: Warum Anleger jetzt genau hinschauen sollten

Energie im Fokus

GE Vernova und Siemens Energy haben am Mittwoch ordentlich Federn gelassen. Dabei war der Start gar nicht so schlecht. Nach den frischen Quartalszahlen von GE Vernova, die auch einen angehobenen Jahresausblick enthielten, reagierten die Anleger zunächst positiv. Doch das hielt nicht lange. Am Ende brachen die GE-Vernova-Titel in New York um 8 Prozent ein, Siemens Energy verlor an der Frankfurter Börse fast ebenso viel.

Ausblick reicht den Anlegern nicht

Das Grundproblem ist schnell erklärt. GE Vernova ist in diesem Jahr bereits um 65 Prozent gestiegen, und auf diesem Niveau braucht es mehr als einen leicht erhöhten Umsatzausblick, um die Bewertung zu rechtfertigen. Die Anleger haben das nüchtern berechnet und Gewinne mitgenommen. Kein Drama, aber ein klares Signal, dass die Luft nach oben dünner wird.

Windkraft als gemeinsames Problem

Aus den GE-Zahlen geht außerdem hervor, dass die Windkraftsparte schwächelt. Das ist für Siemens Energy kein gutes Zeichen, denn die Deutschen sind über ihre Tochter Gamesa in genau diesem Segment aktiv. Kein Wunder also, dass die Siemens-Energy-Aktie nach unten mitzieht. Noch am Vortag hatte das Papier in der Spitze über 30 Prozent Kursgewinn im laufenden Jahr vorzuweisen. Davon ist jetzt ein Stück abgeknabbert. Und Nordex? Die traf es gleich mit, ebenfalls wegen der Windkraft-Schwäche, mit einem Minus von mehr als 4 Prozent in Frankfurt.

Was bedeutet das für die Aktien?

Meiner Meinung nach zeigt dieser Handelstag, wie fragil die Lage bei Energie-Titeln nach dem langen Lauf ist. Der Kursrücksetzer dürfte bei GE Vernova und Siemens Energy technisch gesehen überfällig gewesen sein. Ob das der Beginn einer tieferen Korrektur wäre oder nur eine gesunde Verschnaufpause, hängt vor allem davon ab, wie sich die Windkraftsparte in den kommenden Quartalen entwickeln würde. Für Anleger, die noch nicht investiert sind, könnte sich hier langfristig eine Einstiegsgelegenheit ergeben. Wer jedoch bereits dabei ist, sollte die Windkraft-Entwicklung bei Gamesa genau im Blick behalten.

Quelle: dpa-AFX

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