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Quelle: ChatGPT

Evotec-Aktie nach Zahlen: Kurs rutscht -36% ab

Abwärtsdruck steigt
Die Evotec-Aktie geriet nach einer drastischen Prognosesenkung massiv unter Druck und verlor nachbörslich zeitweise rund -36%. Das Hamburger Biotechunternehmen erwartet für 2026 nun deutlich weniger Umsatz und einen operativen Verlust, nachdem bislang noch ein ausgeglichenes Ergebnis bis hin zu einem Gewinn in Aussicht gestellt worden war. Gleichzeitig kämpft Evotec mit einer schwächeren Nachfrage und hohen Kosten, weshalb bereits ein umfassendes Sparprogramm mit Stellenabbau und Standortschließungen angekündigt wurde. Wie es für den Kurs der Aktie weitergehen könnte, zeigt die folgende Chartanalyse.

Chartanalyse zur Evotec-Aktie

Evotec hat seine Jahresprognose überraschend deutlich gesenkt. Statt 700 bis 780 Millionen Euro Umsatz erwartet das Unternehmen jetzt nur noch 570 bis 610 Millionen Euro. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Management inzwischen sogar mit einem Verlust zwischen -70 und -105 Millionen Euro. Als Hauptgründe nennt Evotec verschobene Meilensteinzahlungen und verzögerte Partnerschaften. Damit steht das Management nach der erneuten Prognosesenkung unter erheblichem Druck, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Evotec-Aktie steht seit dem Allzeithoch aus dem September 2021 unter Druck. Eine Abfolge von tieferen Tiefs und tieferen Hochs ist klar im Chartbild erkennbar. Nachbörslich brach die Aktie gestern zudem deutlich ein und hat den Supportbereich leicht unterschritten. Anschließend erholte sich der Evotec-Kurs wieder und stieg vom Tief gut +18% wieder an.

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Evotec-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI auf dem Wochenchart ist zuletzt gefallen. Aktuell notiert dieser bei 37 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchkreuzt, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Beim MACD ist ebenfalls ein bärisches Cross zu vernehmen.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Die Indikatoren im Wochenchart wirken aktuell pessimistisch. Beide Indikatoren haben ein Verkaufssignal ausgebildet. Auch auf Monatsbasis ist der RSI wieder ins bärische gedreht. Der MACD auf Monatsbasis kann das Kaufsignal bislang noch halten.

Tipp: Lesen Sie dazu auch den fundamental-analytischen Artikel aus unserer Redaktion: Evotec-Aktie: Zahlen-Desaster und Vertrauensverlust – Insolvenz ein Thema?

Elliott-Wellen

Im Wochenchart der Evotec-Aktie zeigt sich eine klare bärische Gesamtstruktur. Seit der Topbildung im November 2021 befindet sich der Kurs in einer anhaltenden, impulsiven Abwärtsbewegung in fünf Wellen. Dabei könnte der erste Abwärtsimpuls in Form einer Welle 1 bereits beendet sein, oder kurz vor dem Ende stehen. Entsprechend wäre bald mit einer technischen Gegenbewegung in einer Welle 2 zu rechnen, bevor mit einer nachfolgenden Welle 3 erneut eine dynamische Abwärtsphase einsetzen könnte.

Evotec SE, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Der starke Anstieg zwischen Februar 2009 und November 2021 war lediglich korrektiver Natur (A-B-C-Bewegung). Die impulsive Abwärtsbewegung seither deutet darauf hin, dass langfristig mit neuen Allzeittiefs zu rechnen ist. Dennoch können Bärenmarkt-Rallys stark ausfallen, weshalb sich ein temporärer Einstieg lohnen könnte.

ℹ️ Evotec in Kürze

  • Evotec (WKN: 566480) mit Sitz in Hamburg ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung.
  • In Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit Biotech-Unternehmen und Pharmakonzernen weltweit erforscht und entwickelt Evotec Wirkstoffkandidaten für Therapieansätze in verschiedensten medizinischen Richtungen.
  • Evotec ist Mitglied im TecDAX und 665,98 Millionen € wert.

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Fazit

Aus meiner Sicht ist die Lage bei der Evotec-Aktie trotz der bullischen Signale im RSI und MACD weiterhin angespannt. Der nachbörsliche Kurseinbruch nach der Prognosesenkung dürfte die technischen Indikatoren deutlich belasten. Entscheidend wird nun sein, ob der Support hält und die Käufer den Vertrauensverlust auffangen können.

Ich halte den langfristigen Abwärtstrend nach Elliott-Wellen weiterhin für intakt. Zwar könnte der starke Abverkauf kurzfristig eine technische Erholung in Form einer Welle 2 begünstigen, diese würde ich jedoch zunächst eher als Bärenmarkt-Rallye einordnen. Erst wenn sich das Chartbild nachhaltig verbessert, würde ich wieder deutlich optimistischer auf die Evotec-Aktie blicken.