UniCredit-Aktie: Rekordgewinne – folgen jetzt weitere Rekordkurse?
Auf dem Weg zu neuen Rekorden
Die italienische Großbank überzeugt seit Jahren mit einer hohen Ertragskraft. Mit der Vorlage der Halbjahreszahlen am 22. Juli meldete UniCredit erneut Rekordergebnisse.
In den ersten sechs Monaten des Jahres stieg der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24% auf 6,1 Milliarden €. Allein im zweiten Quartal erzielte das Institut einen Gewinn von 2,9 Milliarden €.
Vorstandsvorsitzender Andrea Orcel erklärte:
UniCredit hat erneut herausragende Ergebnisse erzielt und damit unsere beste operative Performance aller Zeiten sowie ein Rekord-Halbjahr erreicht.
Grundlage für diese Entwicklung ist nach Unternehmensangaben die Strategie „UniCredit Unlocked“, mit der profitables Wachstum beschleunigt und hochwertige Marktanteile weiter ausgebaut werden sollen.
Alternative aussichtsreiche Aktien: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
Prognose angehoben
Vor dem Hintergrund der starken Geschäftsentwicklung hob UniCredit ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr erneut an.
Während bislang ein Nettogewinn von mehr als 11 Milliarden € erwartet wurde, rechnet das Management nun mit deutlich mehr als 11 Milliarden €.
Auch die mittelfristigen Ziele wurden erhöht. Für 2028 strebt die Bank einen Jahresgewinn von deutlich über 13 Milliarden €, für 2030 von deutlich über 15 Milliarden € an.
In diesen Prognosen sind mögliche Ergebnisbeiträge der Commerzbank bislang noch nicht berücksichtigt.
Kontrollübernahme angestrebt
Nach Abschluss des Übernahmeangebots erhöhte UniCredit ihren direkten Anteil an der Commerzbank auf 44,37%. Einschließlich weiterer Kaufoptionen beläuft sich der wirtschaftliche Gesamtanteil inzwischen auf 47,59%.
Die aufsichtsrechtliche Genehmigung für die weitere Aufstockung wird im vierten Quartal erwartet.
Sollte UniCredit die Forderungen der Bundesregierung erfüllen und die erforderlichen regulatorischen Hürden nehmen, könnte einer Kontrollübernahme der Commerzbank nur noch wenig im Wege stehen.
Bewertung
Ein großer Teil der positiven Nachrichten dürfte nach der starken Kursentwicklung bereits im Aktienkurs enthalten sein. Kurzfristig erscheint das weitere Aufwärtspotenzial daher begrenzt.
Mittelfristig könnte eine erfolgreiche Übernahme der Commerzbank jedoch zusätzliche Synergien schaffen und die Ertragskraft weiter erhöhen.
Für die Aktie spricht zudem die attraktive Ausschüttungspolitik. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei rund 3,8 %. Nach den starken Geschäftszahlen erscheint eine Anhebung der zuletzt gezahlten Dividende von 3,15 € je Aktie wahrscheinlich. Gleichzeitig wäre dies ein weiteres Signal an die Aktionäre der Commerzbank.
ℹ️ Unicredit in Kürze
- Die UniCredit (WKN: A2DJV6) ist eine italienische Großbank und Holding von Finanzdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Mailand.
- Neben dem Heimatmarkt Italien ist die Finanzgruppe vor allem in Zentral- und Osteuropa aktiv, wo sie in einigen Ländern Marktführer auf dem Bankensektor ist.
- In Deutschland ist die Unicredit über die Hypovereinsbank und in Österreich über die Bank Austria tätig. Die italienische Großbank versucht gegenwärtig, die Commerzbank vollständig zu übernehmen.
- Die UniCredit ist sowohl Mitglied im italienischen Leitindex FTSE MIB auch als im europäischen Leitindex Euro Stoxx 50. Sie ist ca. 120 Milliarden € wert.
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Fazit
UniCredit überzeugt weiterhin mit einer außergewöhnlich hohen Profitabilität und einer klaren Wachstumsstrategie. Die Rekordergebnisse unterstreichen die operative Stärke des Konzerns.
Nach der kräftigen Kursrally dürfte das kurzfristige Kurspotenzial allerdings begrenzt sein. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie aufgrund ihrer hohen Ertragskraft, der attraktiven Dividendenpolitik und der möglichen Wertschöpfung durch die Commerzbank-Übernahme dennoch interessant.
Hier sei erwähnt: Nicht jede Dividenden-Aktie bietet auch Kurspotenzial – doch einige tun es durchaus. Diese zehn Titel wurden nach beiden Kriterien ausgewählt und könnten 2026 für eine doppelte Rendite sorgen.