Rheinmetall-Aktie: Bald wieder unter 1.000 €?
Rheinmetall baut Kapazitäten weiter massiv aus
Während die Aktie unter Druck steht, treibt Rheinmetall seine Expansion ungebremst voran. Ende August kündigte der Konzern Investitionen von rund 270 Millionen € in Nordhessen an. Kassel soll zu einem wichtigen Zentrum für Panzerfertigung und militärische Logistik ausgebaut werden. Zusätzlich sind ein neues Logistikzentrum sowie Kapazitäten für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen geplant. Kurz zuvor erhielt Rheinmetall zudem einen Auftrag über 250 Millionen € für ein modulares Bundeswehr-Camp in Litauen, ergänzt um jährlich 40 Millionen € für dessen Betrieb.
Die operative Dynamik bleibt damit hoch, auch wenn die gestrichene F126-Fregatte einen Dämpfer verursacht hat. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um +39% auf 5,2 Milliarden €, das operative Ergebnis legte sogar um +74% zu. Wegen des weggefallenen Marineprogramms reduzierte Rheinmetall die Umsatzprognose für 2026 allerdings um 300 Millionen € und erwartet nun 13,7 bis 14,2 Milliarden €. Der langfristige Rüstungstrend bleibt intakt, doch an der Börse dominieren derzeit andere Kräfte.
In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.
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Quelle Chart: stock3
Der in der letzten Analyse skizzierte Abwärtsimpuls ist inzwischen aktiviert. Mit dem Bruch von 1.122 € hat die Aktie eine wichtige Unterstützung verloren, die nunmehr zunächst als Widerstand fungiert. Mein präferiertes Szenario lässt zwar eine kurze Gegenbewegung in diesen Bereich zu, anschließend dürfte jedoch erneut Verkaufsdruck aufkommen. Das zentrale Ziel bleibt der Kreuzsupport bei 946,60 €, wo eine horizontale Unterstützung auf die seit Frühjahr steigende Trendlinie trifft. Damit wären Kurse unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 € wieder sehr wahrscheinlich.
Für eine nachhaltige Entspannung reicht eine Rückkehr über 1.122 € dagegen weiterhin nicht aus. Zunächst müsste die Aktie auch die Widerstandszone zwischen 1.177 und 1.233,40 € überwinden. Erst oberhalb von 1.233,40 € würde sich das technische Bild deutlich verbessern und Raum bis 1.318,34 € entstehen. Gelingt später auch dort der Befreiungsschlag, wäre 1.458,53 € das nächste größere Ziel. Solange dieser Ausbruch ausbleibt, bleibt die Unterseite klar zu favorisieren.
ℹ️ Rheinmetall in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 50 Milliarden €.
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Fazit
Das zuletzt angekündigte Verkaufssignal der Rheinmetall-Aktie ist nun aktiv. Unterhalb von 1.122 € bleibt ein Rücklauf unter 1.000 € und bis zum Kreuzsupport bei 946,60 € mein bevorzugtes Szenario. Eine Zwischenerholung ändert daran zunächst wenig. Erst über 1.233,40 € hätten die Bullen wieder ein überzeugendes Argument für eine größere Trendwende.
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