Rheinmetall-Aktie: Droht jetzt der nächste Abwärtsimpuls?
Starke Aufträge treffen auf saisonalen Gegenwind
Fundamental liefert Rheinmetall weiterhin starke Argumente. Erst am 17. August meldete der Konzern einen weiteren Bundeswehr-Auftrag über mehr als 500 Millionen € für 149 mobile Rettungsstationen. Die operative Auftragsdynamik bleibt damit hoch und steht weiterhin im deutlichen Kontrast zum angeschlagenen Chartbild.
Aus technischer Sicht wiegt derzeit jedoch die bereits zuletzt aufgezeigte Saisonalität schwerer. Über die vergangenen 32 Jahre zeigt sich ab Mitte August bis weit in den Herbst hinein eine tendenziell schwache Phase. Besonders August bis November weisen historisch überwiegend negative Monatsrenditen auf, wobei der Oktober besonders negativ hervorsticht. Diese saisonale Tendenz erhöht die Relevanz des erneuten Scheiterns an der bekannten Widerstandszone.
In diesem Zusammenhang: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.
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Quelle Chart: stock3
Der erneute Rücklauf aus der Widerstandszone zwischen 1.177 und 1.233,40 € hält das präferierte Abwärtsszenario klar am Leben. Entscheidend wird nun 1.122 €. Fällt auch diese Unterstützung, dürfte sich der Verkaufsdruck deutlich verschärfen und der Weg in Richtung 946,60 € frei werden. Dort trifft die horizontale Unterstützung auf die mittelfristige Aufwärtstrendlinie und bildet damit einen wichtigen Kreuzsupport. Die saisonal schwache Phase liefert diesem Szenario zusätzlichen Rückenwind.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 1.233,40 € würde die aktuelle Schwäche ernsthaft relativieren. In diesem Fall könnte sich die Erholung zunächst bis 1.318,34 € fortsetzen. Oberhalb davon wäre anschließend 1.458,53 € das nächste größere Ziel. Solange der Titel jedoch unterhalb der bekannten Widerstandszone verbleibt, spricht der Chart weiterhin eher für die Unterseite.
ℹ️ Rheinmetall in Kürze
- Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
- Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
- Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
- Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 53 Milliarden €.
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Fazit
Die Rheinmetall-Aktie scheitert erneut an derselben Widerstandszone und trifft dabei auf eine historisch schwierige Jahresphase. Unterhalb von 1.122 € würde sich das zuletzt präferierte Abwärtsszenario bestätigen und 946,60 € in den Fokus rücken. Erst oberhalb von 1.233,40 € könnten die Käufer das Kräfteverhältnis wieder nachhaltig zu ihren Gunsten drehen.
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