Quelle: ChatGPT

SAP-Aktie: Übernahmegerücht könnte DAX-Spitze zurückbringen

Comeback in Sicht

SAP gewinnt Fahrt. Nicht wegen eigener Nachrichten, sondern weil in Kalifornien ein Übernahmegerücht die Runde macht. Der Finanzinvestor Silver Lake soll Gespräche mit dem HR-Softwareanbieter Workday führen, mögliche Übernahme inklusive. Reuters hatte darüber berichtet. Und die Reaktion bei SAP war prompt: Am Freitag schloss die Aktie mit einem Plus von 2,71 Prozent bei 180,14 € und kletterte im Tagesverlauf sogar bis auf 183,75 €. Zum Wochenstart geht es vorbörslich bei Lang und Schwarz um weitere 0,3 Prozent auf 180,65 € weiter nach oben.

Ganz knapp hinter Siemens

Das eigentlich Spannende passiert aber in der Rangliste. SAP kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 207,15 Mrd. €. Spitzenreiter Siemens liegt mit 216,61 Mrd. € gerade einmal 4,6 Prozent vorne. Vor der Kursschwäche der vergangenen zwölf Monate hatte SAP diesen Spitzenplatz im DAX zeitweise selbst inne. Meiner Meinung nach ist dieser Rückstand gut aufholbar, wenn der Rückenwind anhält.

Gerücht als Kurstreiber

Der Grund für Vorsicht liegt im Auslöser selbst. Weder Silver Lake noch Workday haben sich bisher geäußert, ein Abschluss gilt als offen. SAP hat in den vergangenen drei Handelstagen kein einziges eigenes Ereignis geliefert, das die Bewegung rechtfertigen würde. Die Rally trägt ein Gerücht, kein Fundament. Sollte sich die Übernahme zerschlagen, dürfte die sektorweite Fantasie genauso schnell wieder verschwinden, wie sie auftauchte. Und damit wäre auch der Rückstand auf Siemens womöglich wieder so groß wie zuvor.

Was das für die Aktie bedeuten könnte

Für SAP-Aktionäre wäre es wohl ratsam, den Kursanstieg nicht mit einem echten Bewertungssprung zu verwechseln. Das Gerücht um Workday hat Fantasie in den gesamten Softwaresektor gebracht, und SAP profitiert davon als größtes europäisches Schwergewicht in diesem Segment. Würde die Übernahme aber scheitern, könnten kurzfristig orientierte Anleger Gewinne mitnehmen und den Kurs wieder unter Druck setzen. Der Weg zur DAX-Krone wäre dann ein gutes Stück weiter.

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