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SAP-Aktie: UBS senkt Einstufung, hebt Ziel auf 201 Euro

Analyse von Experten
Redaktion | Börse

Die UBS hat ihre Einschätzung zur SAP-Aktie grundlegend überarbeitet. Das Kursziel wanderte von 164 auf 201 € nach oben, doch gleichzeitig stufte Analyst Michael Briest die Aktie von "Buy" auf "Neutral" herunter. Eine ungewöhnliche Kombination, die viel über den aktuellen Stand der Aktie verrät.

Solide Bewertung, fragile Stimmung

Briest sieht die Bewertung der SAP-Aktie als vernünftig an. Das klingt erstmal beruhigend, doch er ergänzt sofort: Die Anlegerstimmung bleibe fragil. SAP liefere zwar weiterhin eine zentrale Kernarchitektur in der Unternehmenssoftware, meiner Meinung nach einer der wenigen echten Burggraben-Qualitäten in diesem Segment. Trotzdem läuft die Integration agentischer KI schleppend. Das ist das eigentliche Problem.

KI-Integration als Knackpunkt

Wer langsam bei der KI-Integration ist, riskiert mehr als entgangene Umsätze. Briest macht darauf aufmerksam, dass das träge Tempo die Monetarisierung der KI-Funktionen begrenzt und gleichzeitig das Risiko erhöht, dass Kunden sich nach Alternativen umsehen. Kurz gesagt: SAP könnte Kunden verlieren, weil die KI-Lösungen anderer Anbieter attraktiver wirken. Hinzu kommt, dass Briest im zweiten Halbjahr eine Verlangsamung beim Current Cloud Backlog für das wahrscheinlichste Szenario hält. Der CCB, also die vertraglich gesicherten Cloud-Umsätze, wäre damit unter Druck.

Was bedeutet das für die SAP-Aktie?

Das neue Kursziel von 201 € zeigt, dass die UBS durchaus Potenzial sieht. Doch das Downgrade auf "Neutral" signalisiert, dass der Großteil dieser Fantasie möglicherweise schon eingepreist sein dürfte. Für Anleger, die bereits investiert sind, dürfte das ein Zeichen sein, die Position zumindest kritisch zu beobachten. Wer noch nicht drin ist, dem würde ich raten, den weiteren Verlauf der KI-Integration abzuwarten, bevor er einsteigt. Kommt der CCB tatsächlich ins Stocken, könnte das die Aktie spürbar unter Druck setzen.

Quelle: dpa-AFX

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