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Kion-Aktie: Warum der Befreiungsschlag noch immer ausbleibt

Analyse & Ausblick
Redaktion | Börse

Die Kion-Aktie kommt einfach nicht zur Ruhe. Trotz eines zweiten Quartals, das Analysten positiv überraschte, rauschte der Kurs heute um 7,4 Prozent auf 39 Euro nach unten. Seit Januar hat die Aktie damit bereits 43 Prozent verloren und liegt damit auf dem letzten Platz im MDax.

Starke Quartalszahlen, schwache Reaktion

Auftragslage, Umsatz und operatives Ergebnis lagen im zweiten Quartal allesamt über den Erwartungen der Analysten. Kion hat darüber hinaus die Jahresziele konkretisiert, mit etwas mehr Vorsicht als bisher. Die Mittelwerte der neuen Prognosespannen liegen zwar etwas tiefer als zuvor, übertreffen aber immer noch den Analystenkonsens. Jens-Peter Rieck von MWB Research sieht darin keine Gewinnwarnung, sondern eher ein bewusstes Herausnehmen von Risiko. Die Gewinnerholung sei intakt, und die aktuelle Kursschwäche sei von den Fundamentaldaten abgekoppelt.

Branchenvergleich zeigt das eigentliche Problem

Akash Gupta von Jefferies weist darauf hin, dass Anleger eigentlich aufatmen dürften. Konkurrent Jungheinrich hatte vor einer Woche seine Ziele zurückgeschraubt. Kion steht im Vergleich also gar nicht so schlecht da. Trotzdem bleiben die strukturellen Probleme im Staplergeschäft bestehen. Jungheinrich selbst ist unterdessen aus dem MDax in den SDax abgestiegen, und die Aktie verlor zuletzt 1,4 Prozent.

Was bedeutet das für die Aktie?

Meiner Meinung nach zeigt dieser Tag, wie stark das Sentiment die Realität überlagert. Die Zahlen sind für sich genommen kein Grund zur Panik, doch der Markt straft Kion konsequent ab. Das Chartbild ist ein Desaster, und ein Minus von 43 Prozent seit Jahresbeginn ist keine Delle, die man schnell wegdiskutieren könnte. Solange das Staplergeschäft strukturell unter Druck bleibt und das Marktumfeld schwierig ist, dürfte eine echte Trendwende schwer zu erreichen sein. Ich rate derzeit von einem Kauf ab.

Quelle: dpa-AFX

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