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Gold: Warum 4.600 US-Dollar erst der Anfang sein könnte

Edelmetall auf Rekordjagd?
Redaktion | Wirtschaft

Gold läuft seit Tagen solide seitwärts. An der Londoner Börse kostete eine Feinunze zuletzt 4.597 US$ und ihr Wert hat sich somit zum Vortag kaum verändert . Genau drei Handelstage in Folge hält sich der Preis in einer sehr engen Spanne, nachdem das Metall im bisherigen Monatsverlauf schon um rund 13 Prozent zugelegt hat.

Was den Anstieg ausgelöst hat

Der Treiber war überraschend deutlich. Die US-Regierung kündigte an, ihre Käufe von US-Anleihen ausweiten zu wollen, um die Renditen und damit die Kosten für den Schuldendienst zu drücken. Für Gold war das ein Geschenk. Das Metall wirft keine Zinsen ab, und genau deshalb steigt seine Attraktivität immer dann, wenn die Renditen amerikanischer Anleihen fallen oder zumindest unter Druck geraten. Der Markt hat das schnell eingepreist.

Jackson Hole rückt in den Fokus

Jetzt warten die Anleger auf das Notenbankertreffen in Jackson Hole, das heute Abend beginnt. Die mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh steht allerdings erst am Freitag auf dem Programm. Warsh hat seit seinem Amtsantritt die Kommunikation der Notenbank merklich gestrafft. Die DZ Bank geht in ihrer Analyse davon aus, dass Warsh seiner bisherigen Linie treu bleiben wird und keine konkreten Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs liefern dürfte.

Was das für Gold und Goldaktien bedeuten könnte

Unserer Meinung nach ist die aktuelle Konsolidierung kein Warnsignal, sondern eine Verschnaufpause nach einem bemerkenswert starken Lauf. Sollte Warsh in Jackson Hole tatsächlich schweigen, also keine klaren Signale zu Zinssenkungen geben, dürfte Gold vorerst in seiner Spanne bleiben. Käme hingegen ein Hinweis auf baldige Lockerungen, wäre weiteres Aufwärtspotenzial gut denkbar. Goldproduzenten wie Barrick Gold oder Newmont, deren Margen direkt vom Goldpreis abhängen, könnten in diesem Szenario überproportional profitieren.

Quelle: dpa-AFX

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