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Fielmann-Aktie: Prognosesenkung lässt Kurs abstürzen

Optiker in der Krise
Redaktion | Börse

Fielmann hat heute eine Prognosesenkung bekanntgegeben, die den Markt kalt erwischt hat. Die Aktie des Optikerkonzerns brach kurz nach Handelsbeginn auf 39,39 € ein, ein Niveau, das zuletzt im Frühjahr 2023 zu sehen war. Als SDax-Schlusslicht notierte das Papier zuletzt mit rund 6 Prozent im Minus bei 39,25 €.

Konsumflaute zwingt Fielmann zur Kurskorrektur

Der Grund ist schnell erklärt. Die anhaltend schwache Konsumstimmung in Deutschland, dem wichtigsten Markt des Unternehmens, zwingt Fielmann dazu, die Ziele für Umsatz und bereinigtes Ebitda nach unten anzupassen. Bereits Anfang Juli hatte das Management mit den vorläufigen Halbjahreszahlen erste Vorsicht walten lassen und das untere Ende der Zielspannen in Aussicht gestellt. Jetzt folgt die nächste Stufe. Die bisherigen Konsensschätzungen lagen einem Händler zufolge knapp über den oberen Enden der neuen Zielbandbreiten, was die Enttäuschung am Markt erklärt.

Berenberg-Analyst zeigt sich enttäuscht

Dass Fielmann für das zweite Halbjahr weiterhin eine Beschleunigung des Umsatzwachstums erwartet, konnte die Stimmung nicht retten. Harrison Woodin-Lygo von der Privatbank Berenberg bringt es in einer ersten Reaktion auf den Punkt: Die Konsumschwäche in Deutschland war bereits im Ausblick vom Juli berücksichtigt, eine weitere Prognosesenkung nur sechs Wochen später schmerzt. Immerhin, und das sollte man nicht vergessen, hat Fielmann durch seine Internationalisierungsstrategie die Abhängigkeit vom deutschen Heimatmarkt bereits deutlich reduziert.

Was bedeutet das für die Aktie

Meiner Meinung nach ist das heutige Kursminus von rund 6 Prozent ein Warnsignal, das man ernst nehmen sollte. Zwei Prognosesenkungen innerhalb weniger Wochen signalisieren, dass die Visibilität für das Management selbst begrenzt ist. Das charttechnische Bild hat durch das Tief bei 37,95 € erheblichen Schaden genommen. Sollte sich die Konsumstimmung in Deutschland nicht rasch aufhellen, dürfte die Aktie unter weiterem Druck bleiben. Eine Erholung ist zwar möglich, hängt aber stark davon ab, ob das Unternehmen die Internationalisierung schnell genug vorantreibt, um die Schwäche im Heimatmarkt auszugleichen.
Quelle: dpa-AFX

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