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Elmos-Aktie: Jetzt kaufen? Empfehlung löst Kursrally aus

Halbleiter im Fokus

Der KI-Boom ist zurück. Nach den heftigen Verlusten zu Wochenbeginn, ausgelöst durch Warnungen großer amerikanischer KI-Firmen vor einer zu rasanten Entwicklung der Technologie, haben sich die Märkte am Mittwoch wieder stabilisiert. Die Erholung kam schnell und war spürbar.

Warum Sicherheitsbedenken die Nachfrage sogar treiben

Interessant ist die Einordnung der Analysten der Citigroup. Sie wiesen darauf hin, dass Entwickler KI-Sicherheit grundsätzlich als rechenintensiven Prozess betrachten. Mit anderen Worten: Sicherheitsbedenken könnten die Nachfrage nach Rechenleistung eher erhöhen. Hintergrund sind eigenständige Hacking-Attacken durch KI-Systeme, die für echten Schock in der Branche gesorgt haben.

Bank of America mit deutlich höheren Marktzielen

Die Experten der Bank of America sind für den Sektor generell optimistisch. Sie erhöhten ihre Prognose für das globale Halbleitermarktvolumen im Jahr 2030 auf 3,2 Billionen US$. Als Begründung nennen sie stärkeres Wachstum in den Bereichen Speicher und Rechenzentren sowie eine deutlichere Erholung in den Industriemärkten. Eine anhaltende Schwäche in der Fahrzeugproduktion räumen die BofA-Analysten zwar ein, sehen aber für Infineon und STMicro positiv, dass Halbleiterbauteile dort eine immer größere Rolle spielen.

Elmos mit starker Kaufempfehlung

Besonders auffällig war am Mittwoch die Elmos-Aktie. Sie stieg um rund 7 Prozent auf fast 145 €, nachdem das Bankhaus Metzler eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Veysel Taze geht mit seinen Schätzungen ans obere Ende des von Elmos angepeilten Jahresziels und setzt ein Kursziel von 175 €. Für 2027 rechnet er mit einer Wachstumsbeschleunigung bei weiter steigender Profitabilität. Meiner Meinung nach ist das ein klares Signal.

Physische Infrastruktur als unterschätzter Profiteur

Portfoliomanager Pieter Busscher von Robeco lenkte den Blick auf die physische KI-Infrastruktur. Strom, Rechenleistung, Kühlung, Konnektivität. All das braucht die KI, auch wenn sie selbst unsichtbar bleibt. Busscher sieht die Unternehmen, die diese Bausteine liefern, als mögliche Hauptnutznießer der nächsten Phase des Technologiezyklus. Analysten von BloombergNEF nahmen dabei gezielt Gasturbinenhersteller wie Siemens Energy in den Fokus, die ihre Expansion auf die größten Anlagen konzentrieren und auf Skalierbarkeit sowie Effizienz bei der Stromerzeugung setzen.

Was das für die Aktien bedeutet

Schneider Electric, Infineon, Siemens Energy, ASML, STMicro und Hochtief legten am Mittwoch alle deutlich zu. Aus dem MDax kletterten Aixtron, Jenoptik, Suss MicroTec, Siltronic und Elmos kräftig. Die Marktreaktion dürfte zeigen, dass das Vertrauen in den KI-Zyklus intakt geblieben sein könnte. Und wenn die Citigroup mit ihrer These recht behält, dass Sicherheitsanforderungen die Rechenleistungs-Nachfrage weiter befeuern, dann wäre das für Chip- und Infrastrukturaktien langfristig bullisch. Kurzfristige Rücksetzer wie zu Wochenbeginn könnten da eher als Einstiegsgelegenheit zu werten sein.

Quelle: dpa-AFX

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