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CLARITY Act: Verpasste Frist könnte Krypto-Rallye auslösen!

Bitwise optimistisch

Das Zeitfenster für das CLARITY-Gesetz schließt sich rasant. Die Senatsführung hatte am Mittwoch de facto nur noch wenige Stunden, um einen sogenannten Cloture-Antrag zu stellen, also den verfahrenstechnischen Schritt, der eine Abstimmung überhaupt erst ermöglicht. Auf der Tagesordnung stand das Gesetz nicht. Stattdessen: Staatsfinanzierung.

Abgereist bis September

Die geplante Sitzungspause beginnt am 10. August, die Abgeordneten wollen laut Bitwise-CIO Matt Hougan bereits am Freitag Washington verlassen und erst am 14. September zurückkehren. Das CLARITY-Gesetz würde in diesem Szenario in eine Art politisches Niemandsland wandern, das Hougan selbst als "wandelnde Tote" bezeichnet, also ein Vorhaben, das offiziell weiterlebt, aber niemanden mehr wirklich voranbringt.

Scheitern als Katalysator

Hougan argumentiert, dass ein klares Scheitern kurzfristig sogar positiv für die Kryptomärkte sein könnte. Der Grund ist simpel: Professionelle Investoren halten derzeit Kapital zurück, weil das Schicksal des Gesetzes ungeklärt ist. Solange niemand weiß, ob eine marktbewegende legislative Niederlage noch kommt, bleibt das Geld an der Seitenlinie. Würden die Verabschiedungserwartungen bei Polymarket deutlich fallen, in den Bereich von rund 14% wie aktuell schon, könnten diese Investoren aufhören zu warten. Laut Hougan könnte das die Voraussetzung für eine Krypto-Rally im Herbst schaffen.

Hougan betont ausdrücklich, dass ein Scheitern für sich allein nicht bullisch wäre. Der Katalysator entstünde nur dann, wenn Investoren den Rückschlag vollständig eingepreist haben und die Unsicherheit damit endet. Die Alternative, monatelange Schwebe-Diskussionen über mögliche Abstimmungen im September, in einer Sitzung nach den Wahlen oder in einem Jahresendpaket, wäre laut Hougan das schlechtere Szenario für die Märkte.

Was das für Krypto-Aktien bedeuten könnte

Meiner Meinung nach ist die Lage für Anleger, die in Krypto-nahe Aktien investiert sind, derzeit von dieser politischen Hängepartie belastet. Coinbase, Bitcoin-Miner wie Marathon Digital oder Bitwise selbst stehen unter dem Einfluss legislativer Unsicherheit. Sollte die Erwartung auf eine Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes weiter sinken und der Markt diesen Rückschlag vollständig einpreisen, dürfte der Weg für eine Neubewertung freier werden. Solange die "wandelnden Toten"-Phase anhält, könnte das politische Risiko jedoch als Deckel auf den Kursen lasten.

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