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KI-Aktien und kein Ende: 3 unterschätzte Profiteure des Mega-Booms

Wer folgt Nebius?
Redaktion
Der KI-Boom sorgt weiterhin für eine hohe Nachfrage nach Rechenzentren, Speichertechnologien und digitaler Infrastruktur. Während sich Titel wie Nebius in diesem Umfeld bereits als einer der großen Gewinner etabliert hat, rücken nun weitere Unternehmen in den Fokus, die bislang deutlich weniger Beachtung finden. Drei Aktien könnten nach Ansicht von Marktbeobachtern vor einer Neubewertung stehen.

Netlist-Aktie

Der US-Speicherspezialist Netlist zählt zwar nicht zu den klassischen Cloud-Anbietern, verfügt jedoch über ein umfangreiches Patentportfolio, das für den Ausbau der KI-Infrastruktur von zentraler Bedeutung ist. Das Unternehmen sieht sich seit Jahren in Rechtsstreitigkeiten mit führenden Halbleiterherstellern wie Samsung und Micron verwickelt, denen die unerlaubte Nutzung seiner Technologien vorgeworfen wird.

Für einen Wendepunkt sorgte nun eine neue Vereinbarung mit Samsung. Der auf fünf Jahre angelegte Lizenzvertrag umfasst eine Einmalzahlung von 239 Millionen US-Dollar sowie vierteljährliche Lizenzgebühren von bis zu 32,9 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus erwarb Samsung zehn Millionen Aktien von Netlist. Angesichts einer Marktkapitalisierung von rund 1,4 Milliarden US-Dollar gilt die Vereinbarung als bedeutender Meilenstein für das Unternehmen.

Auch im Patentstreit mit Micron könnte sich eine ähnliche Entwicklung abzeichnen. Zwar läuft das Verfahren weiterhin, doch die Einigung mit Samsung dürfte die Verhandlungsposition von Netlist deutlich stärken.

Neben den möglichen Lizenzerlösen überzeugt das Unternehmen inzwischen auch operativ. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz mit eigenen Speicherprodukten um 163 Prozent auf 109,8 Millionen US-Dollar. Damit unterstreicht Netlist, dass das Geschäftsmodell nicht ausschließlich auf juristischen Erfolgen basiert, sondern zunehmend auch durch das operative Geschäft getragen wird.

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Cipher Digital-Aktie

Cipher Digital verfolgt einen anderen Ansatz als klassische Cloud-Anbieter. Das Unternehmen entwickelt KI-Rechenzentren inklusive Stromversorgung, überlässt seinen Kunden jedoch die Bereitstellung der benötigten Chips. Dieses sogenannte Colocation-Modell reduziert die Investitionskosten erheblich, da Cipher Digital weder teure KI-Prozessoren noch eine eigene Softwareplattform finanzieren muss.

Der Nachteil besteht zwar in geringeren wiederkehrenden Erlösen pro Kunde, gleichzeitig sinkt jedoch der Kapitalbedarf für neue Projekte. Besonders attraktiv ist dieses Modell für Unternehmen, die ihre eigenen Spezialchips einsetzen möchten und nicht ausschließlich auf Hardware von Nvidia setzen.

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt ein wichtiger Großkunde: Laut aktuellem Geschäftsbericht stellt Cipher Digital bereits Teile der Kapazitäten seines 300-Megawatt-Standorts „Black Pearl“ Amazon zur Verfügung. Mit Beginn der Mietzahlungen rechnet das Unternehmen ab diesem Monat mit einer spürbaren Beschleunigung seines Umsatzwachstums.

Darüber hinaus treibt Cipher Digital seine Expansion konsequent voran. Eine Option auf einen weiteren Standort mit einer Kapazität von 900 Megawatt in der Nähe von San Antonio im US-Bundesstaat Texas soll die Projektpipeline erheblich erweitern. Mit jedem zusätzlich erschlossenen Gigawatt steigt langfristig das Potenzial für wiederkehrende Einnahmen.

Hut 8-Aktie

Auch Hut 8 profitiert vom anhaltenden Boom rund um KI-Rechenzentren. Das Unternehmen kombiniert ein eigenes Cloud-Angebot mit Colocation-Dienstleistungen und spricht damit eine breite Kundengruppe aus dem Hyperscaler-Umfeld an.

Nach Unternehmensangaben verfügt Hut 8 inzwischen über vertraglich gesicherte IT-Kapazitäten von 949 Megawatt. Nach Fertigstellung der entsprechenden Standorte sollen diese ein operatives Nettoergebnis von rund 1,75 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Der zugrunde liegende Vertragswert beläuft sich auf etwa 26,6 Milliarden US-Dollar.

Ein wichtiger Beleg für die hohe Nachfrage ist der Standort Beacon Point, der bereits vollständig über zwei Leasingverträge mit einer Gesamtleistung von 352 Megawatt vermarktet wurde. Die frühzeitige Auslastung ermöglicht es Hut 8, bereits unmittelbar nach Inbetriebnahme der Anlagen Erlöse zu erzielen und stärkt zugleich die Preissetzungsmacht für künftige Projekte.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn bereits deutlich zugelegt. Angesichts der weiterhin dynamischen Entwicklung des Marktes für KI-Rechenleistung sehen viele Investoren jedoch weiteres Potenzial.

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Redaktion

Fazit

Während unser Volltreffer-Tipp Nebius bereits zu den großen Gewinnern des KI-Infrastrukturbooms zählt, könnten auch Netlist, Cipher Digital und Hut 8 von der anhaltend hohen Nachfrage nach Rechenkapazitäten profitieren. Netlist überzeugt vor allem durch den jüngsten Lizenzdeal mit Samsung und ein stark wachsendes operatives Geschäft. Cipher Digital setzt auf ein kapitaleffizientes Rechenzentrumsmodell mit einer schnell wachsenden Projektpipeline, während Hut 8 mit langfristig gesicherten Kapazitäten und milliardenschweren Verträgen auf weiteres Wachstum setzt. Trotz der unterschiedlichen Geschäftsmodelle verbindet alle drei Unternehmen die Aussicht, vom globalen Ausbau der KI-Infrastruktur überdurchschnittlich zu profitieren.

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