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Gold vs. Platin: Wer hat im zweiten Halbjahr die Nase vorn?

Kampf der Edelmetalle
Gold und Platin haben ein bewegtes erstes Börsenhalbjahr hinter sich. Nach den Rekordständen zu Jahresbeginn gerieten beide Edelmetalle deutlich unter Druck, zuletzt meldeten sich die Käufer jedoch eindrucksvoll zurück. Damit stehen die Kurse im Wochenchart nun an wichtigen Wegmarken. Doch welches Edelmetall besitzt für den weiteren Verlauf des zweiten Halbjahres die besseren Karten?

Beide Edelmetalle vor einer Richtungsentscheidung

Die Ausgangslage ähnelt sich auf den ersten Blick. Sowohl Gold als auch Platin erreichten zu Jahresbeginn neue Hochpunkte, bevor kräftige Korrekturen einsetzten. Die seitdem etablierten Abwärtstrends bestimmen das übergeordnete Chartbild bis heute.

Gleichzeitig konnten sich beide Edelmetalle von ihren Sommertiefs deutlich erholen. Genau dadurch wird die aktuelle Situation interessant: Die Kurse laufen inzwischen wieder an technische Widerstände heran, deren Überwindung den Charakter der bisherigen Erholung grundlegend verändern könnte.

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Gold nähert sich dem Befreiungsschlag

Quelle Charts: stock3

Beim Goldpreis fällt die Erholung besonders konstruktiv aus. Nachdem die Notierung im Juli zeitweise unter die Marke von 4.000 US$ gerutscht war, gelang innerhalb weniger Wochen die Rückkehr über 4.200 US$. Inzwischen bewegt sich das Edelmetall wieder im Bereich von rund 4.400 US$.

Wie treffsicher sich die charttechnischen Marken zuletzt erwiesen haben, zeigt dabei unsere Gold-Analyse vom 4. August. Damals hatten wir bei einem Ausbruch über 4.125 US$ zunächst Kursziele bei 4.243 und 4.381 US$ in Aussicht gestellt – beide Marken wurden inzwischen erreicht. Wer solche charttechnischen Weichenstellungen frühzeitig auf dem Radar haben möchte, ist auf sharedeals.de stets bestens informiert.

Damit rückt jedoch auch die entscheidende Widerstandszone näher. Im Bereich von etwa 4.500 bis 4.600 US$ trifft Gold auf den seit dem Januarhoch verlaufenden Abwärtstrend. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde das technische Bild erheblich aufhellen und zunächst wieder Kursregionen um 4.800 bis 5.000 US$ in den Fokus rücken. Darüber wäre sogar der Weg zurück in Richtung der Rekordstände grundsätzlich wieder frei.

Scheitert Gold hingegen erneut an dieser Barriere, wäre zunächst ein Rücklauf in Richtung 4.200 US$ einzukalkulieren. Unterhalb davon würde die psychologisch wichtige 4.000-US$-Marke erneut an Bedeutung gewinnen. Erst ein Bruch dieser Zone würde das aktuell konstruktivere Bild deutlich beschädigen.

Platin besitzt mehr Hebel – aber auch mehr Risiko

Quelle Chart: stock3

Bei Platin fällt die technische Ausgangslage spekulativer aus. Nach dem massiven Kursanstieg bis zum Jahresbeginn folgte eine entsprechend heftige Korrektur. Zuletzt gelang jedoch ausgehend vom Bereich um 1.600 US$ eine dynamische Gegenbewegung bis auf aktuell rund 1.780 US$.

Damit nähert sich auch Platin seinem seit dem Januarhoch etablierten Abwärtstrend. Für einen echten charttechnischen Befreiungsschlag müsste das Edelmetall zunächst die Zone um 1.850 bis 1.900 US$ nachhaltig überwinden. Gelingt dies, könnte sich die Erholung deutlich beschleunigen und zunächst Raum in Richtung 2.100 US$ eröffnen. Im weiteren Verlauf wären auch wieder deutlich höhere Notierungen denkbar.

Allerdings bleibt Platin anfälliger für kräftige Rücksetzer. Unterhalb von 1.600 US$ wäre die aktuelle Erholungsstruktur bereits angeschlagen. Dann könnten erneut die tieferen Unterstützungsbereiche um 1.450 US$ und darunter in den Fokus rücken.

Welches Edelmetall hat die besseren Karten?

Im direkten Vergleich besitzt Gold derzeit für mich den leichten Vorteil. Die Erholungsbewegung wirkt strukturierter und der Markt hat bereits mehrere wichtige Kursbereiche zurückerobert. Ein Ausbruch über die fallende Trendlinie würde dieses Bild nochmals deutlich verbessern.

Platin bietet dagegen das größere Überraschungspotenzial. Gerade aufgrund der höheren Schwankungsbreite könnte ein bestätigter Trendbruch oberhalb von 1.850 bis 1.900 US$ eine wesentlich dynamischere Anschlussbewegung auslösen. Solange dieses Signal allerdings fehlt, bleibt Platin der spekulativere der beiden Kandidaten.

Genau darin liegt der Unterschied: Gold liefert momentan das bessere Chartbild, Platin das größere potenzielle Momentum.

Wer sich dazu mit anderen Anlegern austauschen möchte, sollte auch in unserem Hauptchat via shardealsPlus vorbeischauen. Dort wartet passend zur Analyse eine Community-Umfrage: Wer macht im zweiten Halbjahr das Rennen – Gold oder Platin?

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Fazit

Gold hat im Kampf der Edelmetalle aktuell knapp die Nase vorn. Der jüngste Anstieg bringt den Kurs unmittelbar an eine Schlüsselzone, deren Überwindung das technische Bild endgültig wieder auf bullisch drehen könnte. Solange zugleich die Unterstützungen bei 4.200 und 4.000 US$ halten, bleibt die Ausgangslage konstruktiv.

Platin besitzt dagegen mehr Aufholpotenzial, muss dafür aber zunächst seinen übergeordneten Abwärtstrend brechen. Oberhalb von 1.900 US$ könnte sich das Blatt schnell wenden – bis dahin bleibt Gold aus charttechnischer Sicht mein Favorit für den weiteren Verlauf des zweiten Halbjahres.

Dabei bemerkt: Regierungen stocken strategische Rohstoffreserven massiv auf – unser Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ analysiert zwei Aktien, die zu großen Profiteuren werden dürften.