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Black Hills-Aktie: Ein Geheimtipp unter den Dividendenperlen

Die kennt hier keiner
Redaktion
Die Dividenden-Aktie von Black Hills hat sich im vergangenen Jahr bereits deutlich verteuert, doch die Bewertung lässt weiterhin Raum für Kursgewinne. Steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren, wachsende Gewinne und die seit Jahrzehnten kontinuierlich steigende Dividende machen den Versorger für Anleger interessant, die Ertrag und Stabilität miteinander verbinden wollen.

Die Black Hills Corporation ist ein US-amerikanischer Energieversorger mit Sitz in Rapid City im Bundesstaat South Dakota. Das Unternehmen erzeugt, überträgt und verteilt Strom und versorgt zudem Haushalte und Unternehmen mit Erdgas. Insgesamt beliefert Black Hills rund 1,37 Millionen Kunden in acht US-Bundesstaaten.

Neben dem klassischen Versorgergeschäft profitiert das Unternehmen zunehmend von steigender Stromnachfrage, insbesondere durch den Ausbau großer Rechenzentren in Wyoming. Gleichzeitig verfügt Black Hills über eine außergewöhnlich lange Dividendenhistorie und hat die Ausschüttung bereits 56 Jahre in Folge erhöht.

Solides Quartal mit deutlich höherem Gewinn

Bei Black Hills zeigt sich das Potenzial zunächst in den jüngsten Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 452,8 Millionen Dollar. Das Umsatzwachstum fiel damit zwar vergleichsweise moderat aus, gleichzeitig legte der verwässerte Gewinn je Aktie nach GAAP jedoch von 0,38 auf 0,50 Dollar zu. Das entspricht einem Plus von 31 Prozent.

Die Entwicklung ist deshalb bemerkenswert, weil der Gewinn deutlich schneller wuchs als der Umsatz. Dies deutet darauf hin, dass Black Hills seine operative Effizienz verbessern und aus jedem Dollar Umsatz mehr Gewinn erwirtschaften konnte.

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Rechenzentren könnten den Strombedarf weiter antreiben

Für zusätzliche Fantasie sorgt die Entwicklung im US-Bundesstaat Wyoming. Das Management sieht dort erhebliches Potenzial durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren. Nach Angaben des Unternehmens wird in Wyoming mit einer zusätzlichen Nachfrage von insgesamt 3 Gigawatt gerechnet. Rund 600 Megawatt davon sind bereits bis 2030 in den Planungen von Black Hills berücksichtigt.

Hinter dieser zusätzlichen Nachfrage stehen unter anderem Microsoft und Meta Platforms. Beide Unternehmen gehören zu den großen Technologiekonzernen, die ihre Infrastruktur für künstliche Intelligenz und datenintensive Anwendungen massiv ausbauen.

Allerdings profitiert Black Hills nicht erst künftig von einer steigenden Stromnachfrage. Das Unternehmen verweist auf 20 aufeinanderfolgende Jahre mit zunehmenden Spitzenlasten in Wyoming. Seit der Übernahme des dortigen Versorgers im Jahr 2005 sei die Spitzenlast um insgesamt 183 Prozent gestiegen.

Damit verfügt Black Hills bereits über eine etablierte Grundlage für weiteres Wachstum. Der Ausbau von Rechenzentren könnte die Nachfrage nach Strom zusätzlich beschleunigen.

Die Börse hat diese Perspektiven teilweise bereits eingepreist. Die Aktie ist innerhalb eines Jahres um rund 25 Prozent gestiegen und notiert bei etwa 72 bis 73 Dollar. Damit liegt sie nur rund 9 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und etwa 18 Prozent unter dem bisherigen Rekordstand aus dem Jahr 2020.

Bewertung bleibt trotz Kursanstieg moderat

Der deutliche Kursanstieg könnte auf den ersten Blick gegen einen Einstieg sprechen. Ein Blick auf die Bewertung zeichnet jedoch ein etwas anderes Bild.

Black Hills wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 18 bewertet. Der Median der Versorgerbranche liegt bei etwa 19. Damit ist die Aktie trotz ihrer jüngsten Kursgewinne nicht teurer als viele vergleichbare Unternehmen, sondern sogar leicht günstiger bewertet.

Auch die Einschätzung der Wall Street hat sich verbessert. Das Analystenurteil ist innerhalb der vergangenen drei Monate von einer moderaten Einschätzung auf Strong Buy gestiegen. Das höchste Kursziel der Analysten deutet zudem auf ein mögliches Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent innerhalb der kommenden zwölf Monate hin.

Die Kombination aus Gewinnwachstum, einer vergleichsweise moderaten Bewertung und zusätzlichen Wachstumstreibern macht Black Hills damit nicht nur für Einkommensinvestoren interessant.

Die Dividende überzeugt mit langer Historie

Besonders attraktiv wird die Aktie für Anleger durch ihre Dividendenhistorie. Black Hills bietet derzeit eine erwartete Dividendenrendite von rund 3,8 Prozent und kann auf mehr als 50 Jahre kontinuierlicher Dividendenerhöhungen zurückblicken.

Hinzu kommt eine Ausschüttungsquote von rund 66 Prozent. Damit fließt zwar ein erheblicher Teil des Gewinns an die Aktionäre, gleichzeitig verbleibt dem Unternehmen ausreichend Kapital, um weiterhin in das eigene Geschäft zu investieren.

Gerade diese Kombination ist für langfristige Dividendeninvestoren interessant. Eine hohe Rendite allein sagt wenig über die Qualität einer Dividendenaktie aus. Entscheidend ist vielmehr, ob die Ausschüttung durch das operative Geschäft getragen wird und genügend Spielraum für künftige Investitionen und weitere Erhöhungen bleibt.

Black Hills bietet mehr als nur laufende Erträge

Black Hills zeigt damit ein für Versorger ungewöhnliches Zusammenspiel aus laufenden Erträgen und Wachstumsperspektiven. Der Gewinn steigt derzeit deutlich schneller als der Umsatz, während der zunehmende Strombedarf in Wyoming zusätzliche Chancen eröffnet.

Zwar hat die Aktie bereits einen erheblichen Teil dieser positiven Entwicklung vorweggenommen. Die Bewertung liegt jedoch weiterhin ungefähr auf Branchenniveau, während die Dividendenrendite von 3,8 Prozent und die jahrzehntelange Serie von Dividendenerhöhungen zusätzliche Stabilität bieten.

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Redaktion

Fazit

Black Hills erscheint damit als interessante Kombination aus vergleichsweise hoher Dividendenrendite, solider Ausschüttung und langfristigen Wachstumsperspektiven. Besonders die steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren könnte dem Versorger in den kommenden Jahren zusätzlichen Rückenwind geben.

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